13.07.2020 19:35
Quelle: schweizerbauer.ch - aiz
Weltmarkt
Globale Ernteeinschätzungen sinken
An internationalen Terminbörsen profitiert lediglich Weizen. Bei Ölsaaten gibt es einen Bestandesabbau, und Mais und Soja verlieren.

Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) revidiert in seinem WASDE-Bericht vom Juli die weltweiten Ernteschätzungen von Weizen und Ölsaaten, insbesondere aber die von Mais, nach unten. Damit sinken auch die Endbestandsprognosen. Die um knapp 30 Mio. t zum Vormonat kleiner geschätzte Maisproduktion geht fast zur Gänze auf das Konto der USA. Beim Mais kommt es in den Vereinigten Staaten im Gegensatz zum Rest der Welt dennoch zu einem deutlichen Bestandsaufbau, der schmelzende Lagerstände in anderen Regionen mehr als aufwiegt. Die WASDE-Berichte gelten als wichtigstes Stimmungsbarometer an den internationalen Terminbörsen.

Mais soll Weizenfutter verdrängen

Vor allem in den USA und in der EU soll ein großes und billiges Maisangebot Weizen in der Verfütterung verdrängen. Zu den nach unten revidierten Weizenendbeständen merkt der WASDE-Bericht an, "aber sie bleiben auf einem Rekordhoch, wobei China und Indien für 51% respektive 10% der Gesamtmenge stehen".

Globaler Maisbestand geht auf Konto der USA


Während das USDA die US-Maisernte zum Vormonat kleiner schätzt, fällt sie mit 381,02 Mio. t noch immer größer als im Vorjahr aus. Damit findet der ersten globale Bestandsaufbau von Mai seit Jahren maßgeblich in den USA statt, während der Report die Prognosen für China, Argentinien, die EU, Kanada und Mexiko senkt. Vor allem Chinas Protein- und Futterbedarf soll sich 2020/21 schneller als erwartet erholen.

Für Ölsaaten ist ein globaler Bestandsabbau angesagt, weil unter anderem auch die Rapserzeugung nun kleiner geschätzt wird. Bei den Endlagerprognosen werden zum Vorbericht kleiner angesetzte Bestände zum Teil von höher geschätzten US-Sojalagern aufgewogen

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