24.01.2020 18:00
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Milchmarkt
Milcheinlieferungen sinken weiter
Auch im November wurde im Vergleich zum Vorjahresmonat weniger Milch produziert. Eine Trendwende ist laut den Prognosen nicht absehbar.

In der Schweiz ist Milchproduktion seit August 2018 rückläufig. Lediglich im Juni 2019 lag die Produktion minim über dem Vorjahreswert. In den vergangenen Monaten hat sich der Rückgang wieder verstärkt. Dies geht aus der Milchstatistik der Treuhand TSM hervor.

Juni war ein Ausreisser

Das grösste Monatsminus in diesem Jahr wurde im Januar (-5%) und im Februar (-3,8%) beobachtet. Im März (-1,2%) und im April (-1.8%) schwächte sich das Minus ab. Im Mai schliesslich lag die Produktion (-0,2%) nur noch geringfügig unter dem Vorjahreswert. Und im Juni (+0,6%) stiegen die Einlieferungen erstmals seit Monaten wieder. Doch dabei handelte es um einen Ausreisser. 

Denn anschliessend hat sich der Trend der rückläufigen Einlieferungen fortgesetzt. Im Juli lag das Minus bei -2.6%. Im August und September wurde ein Rückgang von -0.4% beobachtet. Das ist beachtlich, denn die Vorjahresmonate waren geprägt von Hitze und Futtermangel. Im Oktober bildete sich die Produktion um -1.8% zurück.

Kumulierte Produktion von -1.7%

Im November haben sich die Einlieferungen stärker zurückgebildet als prognostiziert. Die Vorhersage sah ein Minus von -1.2% voraus. Tatsächlich bildete sich die Produktion im Vergleich zum Vorjahresmonat um -2.5% oder 6'568 Tonnen zurück. Im November 2019 wurde insgesamt 258‘065 Tonnen Milch eingeliefert. Im Vergleich zum November 2017 wurde eine Abnahme von 12‘835 Tonnen oder minus 4.7 Prozent verzeichnet.

Die kumulierte Produktion von Januar bis November 2019 betrug 3‘121‘107 Tonnen. Sie lag um 54‘902 Tonnen oder 1.7 Prozent tiefer als in der Vorjahresperiode und um 23‘350 Tonnen oder 0.7 Prozent tiefer als 2017.

Trend zeigt sinkende Einlieferungen

Und auch in den kommenden Monaten ist kein Ende dieser Entwicklung absehbar. Für den Monat Dezember weist die Prognose von dbmilch.ch auf sinkende Produktion hin. Die Einlieferungen sollen um 0.5 Prozent unter dem Vorjahreswert zu liegen kommen. Und auch der Produktionstrend von BO Butter für den Januar 2020 weist auf eine sinkende Erzeugung hin.

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