30.06.2020 11:05
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Früchte
Schweizer Aprikosen sind da
Das Warten hat ein Ende – Schweizer Aprikosen gibt es nun zu kaufen. Es wird eine durchschnittliche Ernte erwartet. 95 Prozent der hiesigen Früchte werden im Kanton Wallis geerntet.

Dank seinem milden Klima eignet sich das Wallis hervorragend für den Aprikosen-Anbau, schreibt der Schweizer Obstverband (SOV). Die Bäume stehen fast ausschliesslich im Rhonetal zwischen Sierre und Vernayaz. Die Anbaufläche beträgt rund 700 Hektaren. 

150 Walliser Produzenten

In den nächsten Wochen gelangen schätzungsweise 7600 Tonnen Aprikosen (2019: 9500 Tonnen) in den Verkauf. Der Durschnitt der vergangenen 10 Jahre liegt bei 8200 Tonnen. Die Ernte soll von sehr guter Qualität sein. Und auch erstaunlich: Die rund 150 Walliser Produzenten decken 95 Prozent der Schweizer Produktion und 50 Prozent des Schweizer Konsums ab. 

Dank den guten Bedingungen im Frühling erfolgt die Ernte in diesem Jahr zwei Wochen früher als üblich. Für die Walliser Landwirtschaft sind die Aprikosen ein wichtiges Produkt. Sie machen im Durchschnitt ein Drittel des Bruttoertrags des Früchte- und Gemüsesektors aus. Während der Ernte werden rund 1000 Personen beschäftigt. 

50 Aprikosensorten

Und auch die Sortenvielfalt hat sich deutlich entwickelt. «Lange Zeit wurde im Wallis fast ausschliesslich die Sorte Luizet produziert. Heute bauen wir rund 50 Aprikosensorten an, die je nach Reifezeit von Ende Juni bis Mitte September geerntet werden können», lässt sich Olivier Borgeat, Generalsekretär der Walliser Obst- und Gemüsebranchenorganisation IFELV, in der Mitteilung von Dienstag zitieren.

Eine sehr gute Bilanz erzielen die Aprikosen aus der Schweiz auch bezüglich Emissionen. Dank kurzen Transportwegen vom Feld in die Läden ist der ökologische Fussabdruck bei Walliser Aprikosen um zwei Drittel kleiner als jener von Früchten aus dem Ausland, schreibt der SOV. 

Die Aprikosen sind im Detailhandel und im Direktverkauf bei den Produzenten erhältlich. Die Hauptsaison dauert von Anfang Juli bis Ende August

Die Aprikose stammt ursprünglich aus der Mandschurei und kam vermutlich mit den alten Römern in unsere Region. Von den alten Römern wurde die Aprikose "malus praecox", die Frühreife genannt. Dies weil sie relativ früh blüht und keinen Spätfrost mag.

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