30.03.2020 18:20
Quelle: schweizerbauer.ch - awp
Getränkebranche
Umsatz sinkt um 50 Prozent
Auch die Schweizer Getränkebranche kämpft derzeit stark mit der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Einschränkungen. In einer Umfrage der Arbeitsgemeinschaft der Schweizerischen Getränkebranche (ASG) geben die Unternehmen Umsatzeinbussen von gegen 50 Prozent an.

Denn durch die Schliessung der Gastronomiebetriebe und Skigebiete, verwaiste Büros, aber auch die Absage von Events fallen viele Kunden aus. Auch Exporte sind aus den gleichen Gründen nicht mehr gefragt, wie die ASG am Montag mitteilte.

Die Umfrage, die gemäss den Angaben alle Landesteilte abdeckt, wurde zwischen dem 20. und 25. März durchgeführt, teilgenommen haben 236 Personen.

Soforthilfe kommt gut an

Mehr als zwei Drittel der Befragten gaben an, über Liquiditätsprobleme zu verfügen. Deshalb sei die schnelle und unkomplizierte finanzielle Hilfe das richtige Mittel. Die Hälfte zeigt sich zufrieden mit den angekündigten Massnahmen des Bundes.

Dennoch dürfte die Krise tiefe Spuren hinterlassen: Die Getränkehändler und -produzenten rechnen in den kommenden Monaten noch mit höheren Umsatzeinbussen. Beide Branchen versuchten diese Probleme zum grössten Teil mit Kurzarbeit abzufedern, so die ASG. Sie kämen aber wohl nicht darum herum, Entlassungen aussprechen zu müssen.

Bereits jetzt bemerkten Getränkeproduzenten erste Lieferverzüge von Rohwaren, Materialien und Maschinen und aus dem Ausland, heisst es weiter. Zudem fehlten bei einigen die inländischen Arbeitskräfte. Dazu werde ein totaler Halt der Produktion aufgrund allfälliger Massnahmen des Bundes befürchtet.

Auch die Händler erwarten in den nächsten zwei Monaten Beschaffungsprobleme. Dazu kämen Probleme bei der Rücknahme der Getränke durch Produzenten und das Auslaufen der Lagerware.

Doch es gibt auch Positives zu berichten: So verspürten die Getränkehändler und -produzenten eine gesteigerte Solidarität innerhalb der Branche und der Schweizer Bevölkerung. Der Einkaufstourismus gehe zurück und die Regionalität werde gestärkt. So steige der Onlinehandel und Getränkeverkauf an Private an. Dieser stelle jedoch für viele Unternehmen nur einen Tropfen auf den heissen Stein dar.

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