4.07.2014 14:07
Quelle: schweizerbauer.ch - Franziska Imhof, lid
Gemüse
Der «Gesundmacher»
Ob in Brasilien, Ägypten, der Türkei oder Ostfriesland, weltweit wird die Bohne geschätzt und ist Grundlage vieler Nationalgerichte.

Wer in unseren Breitengraden von einer "Bohne" spricht, meint meist die am stärksten verbreitete Gartenbohne, die je nach Wuchsform auch als Buschbohne oder Stangenbohne bezeichnet wird. Die Fülle an Begleitwörtern der Gartenbohne rühren von der Mannigfaltigkeit in Farbe, Form und Nutzung her.

40 Prozent aus dem Inland

In Europa ist die Bohne erst seit der Entdeckung Amerikas bekannt. In Südamerika wurde sie aufgrund des hohen Proteingehalts schon lange Zeit als elementares Grundnahrungsmittel von der indigenen Bevölkerung kultiviert. Einmal in Europa angekommen, verdrängte die Gartenbohne schon bald traditionelle europäische Hülsenfrüchte wie etwa die Puffbohne.

Heute werden fast 40 Prozent (1'900 Tonnen) des gesamten Gartenbohnenkonsums (3'000 Tonnen) in der Schweiz produziert. Zwischen Juni und Oktober kann pro Pflanze bis zu sechs Mal geerntet werden.

Arme-Leute-Essen

Lange galten die nahrhaften Bohnen als Essen armer Leute, für welche Fleisch nicht erschwinglich war. Tatsächlich macht die Bohne aufgrund des sehr hohen Proteinanteils schnell satt. Das Image hat sich aber vom negativen zum positiven gewandelt, so ist die Bohne heute besonders in der fleischlosen Küche eine beliebte Alternative bei der Eiweissaufnahme.

Tipp

Ob im Essen oder ein Löffel im Voraus: Gewürze wie Asant, Ingwer, Fenchel, Anis, Koriander, Kreuzkümmel, Kümmel oder Bohnenkraut wirken entspannend auf die Darmmuskulatur und mindern so mögliche Blähungen.

Gesundmacher

Nicht nur satt, auch gesund machen die Hülsenfrüchte. So binden die löslichen Fasern der Bohne die cholesterinhaltige Gallenflüssigkeit und scheiden sie aus, was den Cholesterinspiegel bei regelmässiger Bohnenkost erwiesenermassen deutlich senken kann. Durch die vielen Ballaststoffe (15%), die die Bohne enthält, wirkt sie zudem gegen Verstopfung und zur Vorbeugung von Dickdarmkrebs und anderen Darmerkrankungen.

Auch für Diabetes-Patienten sind Bohnen eine sinnvolle Kost, da die komplexen Kohlenhydrate etappenweise abgebaut werden und den Blutzuckerspiegel dadurch stabilisieren. Und wer unter Bluthockdruck bzw. Blutarmut leidet, findet in der Bohne dank den geringen Natrium- und hohen Kaliumgehalte bzw. dem vielen Eisen ein ideales Nahrungsmittel.

und am Schluss ...

Für viele endet der Genuss der Bohnen mit dem Beginn von mühsamen Blähungen. Um solchen vorzubeugen, kann man die Bohnen vor der Zubereitung wässern, wodurch die gasbildenden Zucker, aber auch wertvolle Mineralstoffe und Vitamine ausgewaschen werden.

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