6.04.2020 07:00
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Österreich
Frost: Schäden im Obstbau
Spätfröste verursachten in Österreich schwere Schäden im Obstbau.

Eine Reihe von Frostnächten hat in Österreich teilweise zu schweren Schäden im Obstbau geführt. Wie die Österreichische Hagelversicherung am vergangenen Freitag mitteilte, verursachte der andauernde Kaltluftvorstoss seit dem 21. März vor allem bei Steinobst Ausfälle in Höhe von rund 15 Mio. Euro. (15,8 Mio. Franken). 

Das tatsächliche Schadensausmass bei allen Obstarten werde aber erst in den nächsten Wochen sichtbar sein, wenn die Temperaturen wieder anstiegen und die Blüte abgeschlossen sei. Die Hagelversicherung wies darauf hin, dass die Vegetationsperiode im Obstbau durch den Klimawandel immer früher beginne und die Pflanzen dadurch für Spätfröste immer empfindlicher würden. Dies sei ein Phänomen, mit dem die Landwirtschaft aufgrund der Erderwärmung in der Zukunft deutlich öfter rechnen müsse.

Aufgrund des Private-Public-Partnership-Systems, also der Prämienbezuschussung durch Bund und Länder, seien aber je nach Obstkultur bis zu 60 % der Flächen versichert. Die Landwirte betrieben somit verantwortungsvoll Eigenvorsorge, betonte das Unternehmen. Die zunehmenden Schäden unterstrichen die Notwendigkeit einer rechtzeitigen und flächendeckenden Risikovorsorge zur Absicherung der bäuerlichen Landwirtschaft.  

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE