21.10.2019 15:57
Quelle: schweizerbauer.ch - sda/blu
Wahlen
«Bauernvertretung bleibt stark»
Die Bauern werden auch im neuen Parlament ein Wort mitreden. Die bäuerliche Vertretung wird in der neuen Legislatur praktisch gleich gross sein wie im bisherigen Parlament, wie der Schweizer Bauernverband (SBV) am Montag in einem Communiqué mitteilte.

Der Bauernverband wird 26 Mitglieder des Nationalrates und drei Mitglieder des Ständerates an die Konferenz der bäuerlichen Parlamentarier (KBP) einladen. Im alten Parlament waren es 30 Mitglieder aus beiden Räten gewesen. An die KBP eingeladen werden alle Bäuerinnen, Bauern sowie Parlamentarierinnen und Parlamentarier, die eine wichtige Funktion in einer landwirtschaftlichen Organisation innehaben oder hatten.

Wiedergewält in den Nationalraz wurde auch die SBV-Spitze: Direktor Jacques Bourgeois (FDP/FR) und Präsident Markus Ritter (CVP/SG). Und der Bauernverband sieht gar noch mehr Sitze. Denn in einigen Kantonen bestehe die Chance, dass Vertreter der Bauern im Rahmen der zweiten Wahlgänge noch in den Ständerat gewählt werden. Auch könnten Personen aus der Landwirtschaft noch in den Nationalrat nachrücken, heisst es in der Mitteilung.

Die Mobilisierung in der Landwirtschaft habe funktioniert, hält der Bauernverband fest. Innerhalb der Parteilisten hätten die Kandidierenden mit einem Bezug zur Landwirtschaft meist gute Resultate erzielt. Einzig die Vertreter der BDP verpassten im Zuge der Verluste ihrer Partei die Wiederwahl, schreibt der SBV. Damit meint er Duri Campell (GR) und Heinz Siegenthaler (BE). «Die bäuerliche Vertretung bleibt stark», bilanziert der SBV.

Angesichts der neuen Kräfteverhältnisse im Parlament werde die Zusammenarbeit des Bauernverbandes mit der Konferenz der bäuerlichen Parlamentarierinnen und Parlamentarier noch wichtiger. Ein starke bäuerliche Vertretung und Verständnis für die Anliegen der Landwirtschaft seien entscheidend, um in der nächsten Legislatur agrarpolitische Geschäfte zum Erfolg zu verhelfen.

Zu den wichtigen Themen gehörten etwa für die Bauernfamilien schädliche Initiativen, die Ausgestaltung der Agrarpolitik 22+ und deren Finanzierung sowie Fragen des Grenzschutzes und der Raumplanung.

Der SBV freut sich auch über die Wiederwahl einer grossen Zahl von Mitgliedern des «Landwirtschaftlichen Klubs der Bundesversammlung». Der Verband rechnet damit, dass neu Gewählte der parlamentarischen Gruppe beitreten. Das Ziel ist es, dass der Klub weiterhin rund 100 Mitglieder zählt. Nebst den bäuerlichen Parlamentariern sind im Klub «Sympathisantinnen und Sympathisanten» dabei – darunter viele National- und Ständeräte, die sich für landwirtschaftliche Anliegen einsetzen und mit dem SBV zusammenarbeiten.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE