3.04.2020 11:52
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Bern
Betriebe administrativ entlasten
Im Kanton Bern wurde das Landwirtschaftsgesetz revidiert. Es geht nun in die Vernehmlassung. Die Revision sieht vor, den digitalen Vollzug voranzutreiben. Betriebe sollen Daten nicht mehr doppelt erfassen müssen.

Auch in der Landwirtschaft schreitet die Digitalisierung voran. Um administrative Prozesse weiter zu digitalisieren, müssen gesetzliche Grundlagen geschaffen werden, teilt der Kanton Bern am Freitag mit. Dies stehe im Einklang mit dem Legislaturziel «Digitalisierung» des Regierungsrats.

Daten nur einmal erfassen

Die Revision des kantonale Landwirtschaftsgesetzes soll es dem Amt für Landwirtschaft und Natur (LANAT) ermöglichen, Daten weiterzugeben. Sie können zwischen verschiedenen Systemen ausgetauscht und müssen somit nicht mehrmals erfasst werden. Diese führe bei den Landwirtschaftsbetrieben zu einer administrativen Entlastung. Der Datenschutz habe höchste Priorität, versichert der Regierungsrat.

Änderungen soll es auch bei Verfügungen geben. Der Agrarvollzug wird im Kanton Bern auf dem E-Government-System GELAN durchgeführt. Landwirtschaftsbetriebe hinterlegen ihre Daten und Gesuche zu verschiedenen Vollzugsbereichen elektronisch (Direktzahlungen, Projektbeiträge, Naturschutz, Tierseuchenkasse etc.).

Verfügungen elektronisch zustellen

Die Verfügungen vom Kanton wurden aber in der Folge auf dem Postweg zugestellt. Gemäss Mitteilung erhalten die Landwirtschaftsbetriebe künftig die Verfügungen nur noch in elektronischer Form. «Der ausgebaute «elektronische Schalter» stellt sicher, dass die betroffenen Bürgerinnen und Bürger jederzeit im geschützten Bereich des Systems auf die gesamte vollzugsrelevante Dokumentation zugreifen können», heisst es weiter.

Damit werde einerseits die Effizienz erhöht und andererseits die Betriebe entlastet. Die Vernehmlassung dauert voraussichtlich vom 3. April bis am 3. Juli 2020.

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