22.01.2020 06:33
Quelle: schweizerbauer.ch - blu/sda
Parlament
Glyphosat: Standesinitiativen abgelehnt
Die Wirtschaftskommission des Ständerates (WAK) hat zwei Standesinitiativen zum Thema Glyphosat beraten. Sie hat beiden Vorlagen mit je 6 zu 2 Stimmen bei 2 Enthaltungen keine Folge gegeben. Die Standesinitiativen forderten einen möglichst raschen Ausstieg aus der Glyphosat-Nutzung.

Die Kommission ist der Ansicht, dass das Anliegen der beiden Standesinitiativen im Rahmen der Diskussion zu einem Absenkpfad bei Pestiziden mit Zielwerden zielführend integriert ist. 

Mit dem Absenkpfad könne eine umfassende Risikoreduktion für den Pestizideinsatz herbeigeführt werden, bei der sämtliche Wirkstoffe entsprechend ihres Risikopotentials berücksichtigt werden, ohne dass eine Regelung für einzelne Stoffe erlassen wird, so die Kommission.  

Die Standesinitiativen stammen aus der Romandie. Das Parlament des Kantons Jura fordert die Bundesversammlung auf, die Vermarktung und Verwendung von Roundup und ähnlichen glyphosathaltigen Produkten so schnell wie möglich schweizweit zu verbieten. Der Grosse Rat des Kantons Genf will einen geordneten Ausstieg aus der Glyphosat-Nutzung. Dazu soll die landwirtschaftliche Forschung verstärkt werden, um nach Alternativen zu Glyphosat zu forschen.

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