20.10.2019 17:17
Quelle: schweizerbauer.ch - sal/sda
Graubünden
Landwirt Campell abgewählt
Im Kanton Graubünden haben die Nationalratswahlen mit grösseren Verschiebungen geendet. Das links-grüne Lage holte einen zweiten Sitz. Die Nationalräte Heinz Brand (SVP) und Duri Campell (BDP) wurden abgewählt. Die FDP ist nach acht Jahren zurück in der Grossen Kammer.

Vier von fünf Bündner Bisherige hatten wieder kandidiert. Auf eine erneute Kandidatur verzichtet hatte einzig Silva Semadeni von der SP. Überraschend ist, dass zwei von vier Bisherigen die Wiederwahl nicht schafften.

Gegenüber SRF betonte Campell aber, dass der Verlust seines Sitzes nicht das Ende der Bündner BDP sei. Er sagt, dass es nicht seine Art sei, seine Positionen laut herauszuposaunen, für die Mitteparteien sei es generell schwierig, ihre Politik zu verkaufen. Zuversicht schöpft er aus dem guten Resultat der Jungen BDP im Kanton Graubünden. Duri Campell war vor vier Jahren in den Nationalrat gewählt worden. 

Das links-grüne Lager von SP, Grünen und GLP knöpfte der SVP einen der beiden Sitze ab und gewann einen zweiten. Neu in den Nationalrat gewählt wurden Jon Pult und Sandra Locher Benguerel von der SP. Die Wiederwahl schafften SVP-Nationalrätin Magdalena Martullo-Blocher sowie Martin Candinas von der CVP. SVP-Nationalrat Heinz Brand, der abgewählt wurde, wäre 2021 Nationalratspräsident geworden. Er sass seit 2011 in der Grossen Kammer.

Die FDP ist nach acht Jahren Abwesenheit zurück im Nationalrat. Die neue freisinnige Nationalrätin heisst Anna Giacometti, die Gemeindepräsidentin von Bregaglia, die im Zusammenhang mit dem Bergsturz von Bondo eine gewisse Bekanntheit erlangte. Sie wurde gewählt, obschon sie auf den vierten von fünf Listenplätzen gesetzt wurde.

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