21.02.2020 11:02
Quelle: schweizerbauer.ch - blu/sda
Aargau
Meisterlandwirt wird Nationalrat
Der neu in den Aargauer Regierungsrat gewählte Jean-Pierre Gallati (SVP) tritt per 1. März als Nationalrat zurück. Nachfolger wird Alois Huber, Präsident des Bauernverbands Aargau.

Die Bundeskanzlei und die Nationalratspräsidentin seien über Gallatis Rücktritt und Hubers Wahl informiert worden, teilte die Staatskanzlei Aargau am Freitag mit.

Zweiten Ersatzplatz 

Der 53-jährige Gallati war im Oktober neu in den Nationalrat gewählt worden. Im November setzte er sich in der Stichwahl um den freien Sitz in der Kantonsregierung gegen SP-Nationalrätin Yvonne Feri durch. Gallati, der dem kantonalen Departement Gesundheit und Soziales vorsteht, hatte seinen Rücktritt aus dem Nationalrat angekündigt. Der Zeitpunkt blieb jedoch offen.

Nachfolger im Nationalrat wird der 57-jährige Huber, Meisterlandwirt aus Möriken-Wildegg. Er gehörte acht Jahre dem Kantonsparlament an. Huber eroberte bei der Nationalratswahl den zweiten Ersatzplatz auf der SVP-Liste. Für den in den Ständerat gewählten Nationalrat Hansjörg Knecht rückte bereits Stefanie Heimgartner nach.

Agrarpolitik AP 22+ als Schwerpunkt

Huber ist gemäss Angaben des BVA seit 1999 Pächter des Gutsbetriebs Schloss Wildegg. Der fünffache Familienvater schloss 1988 erfolgreich die Meisterprüfung ab. Seit 2012 ist er Grossrat im Kanton Aargau. Huber ist im Vorstand des Schweizer Bauernverbandes (SBV), Verwaltungsrat des Landwirtschaftliches Bau- und Architekturbüro des SBV und im Verwaltungsrat der Aargauer Zentralmolkerei (AZM).

Im Vorfeld der Wahlen für den Nationalrat kommunizierte Huber auch seine politischen Ziele. Die Agrarpolitik AP 22+, eine produzierende Landwirtschaft, Raumplanung und Kulturlandschutz hat er als seine Schwerpunkte festgelegt. Als Vorstandsmitglied des Schweizer Bauernverbandes konnte er sich viel Wissen aneignen. «Die Herausforderungen mit der AP 22+ und den vielen Agrarinitiativen werden für die bäuerlichen Nationalräte in der nächsten Legislatur enorm sein. Hier möchte ich tatkräftig an guten Lösungen mitarbeiten und mich für unseren Berufsstand mit ganzem Herzen einsetzen», sagte Huber. Weiter will sich Huber gegen einen weiteren Abbau des Grenzschutzes sowie für ein sicheres und faires Einkommen für die Landwirte und Bäuerinnen einsetzen.

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