20.10.2019 20:57
Quelle: schweizerbauer.ch - blu/sda
Wahlen
Wahlen: Resultate und Trends
Am Sonntag wählt die Schweiz ein neues Parlament. Hier präsentieren wir Ihnen Endresultate, Zwischenresultate und Trends.

21.55 Uhr
Grüner Siegeszug  im Kanton Genf

Auch im Kanton Genf haben Grüne und Grünliberale auf Kosten von SP und FDP sowie der Protestpartei Mouvement Citoyens Genevois (MCG) ihren Siegeszug fortgesetzt. Im Ständerat kommt es am 10. November zu einem zweiten Wahlgang. Auch dort haben die Grünen die Nase vorn.

Die Grünen haben im Kanton Genf zwei Nationalratssitze hinzugewonnen und halten neu drei Mandate. Für die Grünen in den Nationalrat gewählt wurden Lisa Mazzone, Nicolas Walder und Delphine Klopfenstein Broggini. Die 31-jährige Mazzone ist zugleich Spitzenkandidatin für den Ständerat. Für sie nachrücken könnte Pierre Eckert.

Zu den Gewinnern gehörten auch die Genfer Grünliberalen. Vertreten werden sie in Bern erstmals durch Michel Matter, Vizepräsident der Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte FMH. Ebenfalls wieder in Bern ist Ensemble à Gauche mit Jocelyne Haller. Die Linksaussenpartei hat mit dieser Wahl ihren 2007 verlorenen Sitz zurückerobert.

Die SP und die FDP verloren je einen Sitz im Vergleich zu 2015 und stellen je noch zwei Nationalratsmitglieder. Das MCG muss Bern nach zwei Legislaturperioden verlassen. Die SP hat einen Sitz «zugunsten eines linken Verbündeten» verloren, wie der Genfer SP-Präsident Gérard Deshusses feststellte. Gewählt für die SP wurden Laurence Fehlmann Rielle und Christian Dandrès.

Die SVP behält ihre zwei Sitze mit Céline Amaudruz und Yves Nidegger. Unverändert bleibt die Sitzzahl auch bei der CVP. Sie schickt Vincent Maitre nach Bern. Maitre ersetzt Guillaume Barazzone, der sich nach dem Skandal um seine Spesenabrechnung zuhanden der Stadt Genf nicht mehr zur Wiederwahl stellte.

21.20 Uhr
Bern: Grüne, Grünliberale und EDU gewinnen

Im Kanton Bern erobern die Grünen zwei Nationalratssitze, die Grünliberalen und die EDU je einen Sitz. Haare lassen müssen die SP und SVP mit je zwei Sitzverlusten. Die BDP verliert einen Sitz.

Der Kanton Bern stellt in der neuen Legislatur noch 24 Sitze, einen weniger als bisher. Stärkste Partei bleibt die SVP mit einem Wähleranteil von 30 Prozent (2015: 33,1 Prozent). Sie stellt neu 7 Sitze (2015:9). Abgewählt wurde der Bisherige Manfred Bühler aus dem Berner Jura. Damit ist diese Region nicht mehr im Bundeshaus vertreten. Die Wahllokomotive Adrian Amstutz trat nicht mehr an.

Prominente Verluste muss auch die SP verzeichnen, die noch vier Sitze (2015: 6) in der grossen Kammer stellt und auf einen Wähleranteil von 16,8 kommt (2015: 19,7 Prozent). Abgewählt wurden die Bisherigen Corrado Pardini und Adrian Wüthrich. Als einziger SP-Mann wurde Matthias Aebischer wiedergewählt.

Nebst den Bisherigen Regula Rytz und Aline Trede ziehen neu Christine Badertscher und Kilian Baumann in die grosse Kammer ein. Der Jungbauer ist der Sohn von Ruedi und Stephanie Baumann, die beide in den 1990er-Jahren für Grüne und SP im Nationalrat sassen. Die BDP verliert einen von drei Sitzen und kommt neu auf zwei Mandate (Wähleranteil 8 Prozent, 2015: 11,8 Prozent) Abgewählt wurde Landwirt Heinz Siegenthaler. Hingegen eroberte die Berner Finanzdirektorin Beatrice Simon ein Mandat. Nicht mehr angetreten war der bisherige BDP-Nationalrat Hans Grunder.

Neu ins Parlament zieht EDU-Vertreter und Landwirt Andreas Gafner ein. Seine Partei erreichte einen Wähleranteil von 2,5 Prozent (2015: 2,8 Prozent), konnte aber von Listenverbindungen mit den Schweizer Demokraten und fünf weiteren Kleinparteien profitieren.


20.15 Uhr
Zürcher Grüne und GLP im Hoch - Verluste bei SVP und SP

Die Klimademonstranten gingen offensichtlich nicht nur auf die Strasse, sondern auch an die Urne: Die Resultate der Nationalratswahlen im Kanton Zürich sind für Grüne und GLP ein grosser Erfolg. Weniger zu feiern haben SVP und SP, die überraschend schlecht abschneiden.

Die Zürcher Grünen sind neu mit 5 Sitzen im Nationalrat vertreten, also 3 mehr als 2015. Gut lief es auch für die Grünliberalen, die künftig 6 Parlamentarierinnen und Parlamentarier stellen (2015: 3). Federn lassen muss hingegen die SVP, die bewusst nicht auf den Klima-Zug aufspringen wollte. Sie verliert 2 ihrer 12 Sitze, bleibt aber nach wie vor stärkste Zürcher Partei.

Ein überraschend schlechter Tag wurde es für die SP, die wohl viele Wähler an die Öko-Parteien verlor. Sie muss 2 Sitze hergeben und ist nur noch mit 7 Vertretern in Bern. Auch die CVP muss Verluste hinnehmen: Sie hat nur noch 1 Sitz statt wie bisher 2 Sitze. Die FDP kann ihre 5 Sitze verteidigen. Auch die EVP kann ihren einen Sitz halten. Besonders schlecht lief es für die BDP. Sie verliert ihren einzigen Zürcher Sitz - und dies, nachdem sie bei den Wahlen vom Frühling bereits aus dem Kantonsparlament ausgeschieden ist. Damit versinkt die BDP im bevölkerungsreichsten Kanton in der Bedeutungslosigkeit.

19.55 Uhr
Basel-Stadt: 
GLP nimmt SVP Nationalratssitz ab 

Überraschung am Rheinknie: Die baselstädtische GLP nimmt der SVP ihren Nationalratssitz ab. Daneben behält die SP ihre beiden Sitze und die LDP sowie das Grüne Bündnis je einen. Die Basler Rechte kommt unter die grünen Räder.

Den Kanton Basel-Stadt vertreten in den nächsten vier Jahren im Nationalrat die beiden Sozialdemokraten Beat Jans und Mustafa Atici sowie Sibel Arslan (BastA!, diese Linkspartei ist im Grünen Bündnis), Christoph Eymann (LDP) und Katja Christ (GLP). Die Wahlbeteiligung lag bei 47,7 Prozent. Zwar schnitt SP-Finanzdirektorin Eva Herzog nach Jans am besten ab auf der SP-Liste. Weil sie aber erwartungsgemäss auch in den Ständerat gewählt wurde und jenes Amt antritt, rückt nun Atici als SP-Drittplatzierter sogleich auf den Nationalratssitz nach.

Jans, Arslan und Eymann wurden wiedergewählt. Abgewählt wurde der Bisherige Sebastian Frehner (SVP): Seine Partei verlor gegenüber den Wahlen vor vier Jahren am deutlichsten: minus fünf Prozentpunkte. Im Verbund mit ihren Nebenlisten und der EDU reichte das nun nicht mehr für den Sitz.

19.30 Uhr
Stichwahl um Berner Ständeratssitze 

Die beiden Berner Ständeratssitze werden erst in einer Stichwahl am 17. November vergeben. Im ersten Wahlgang schaffte niemand das absolute Mehr, wie Staatsschreiber Christoph Auer am Sonntagabend im Rathaus mitteilte.

Das rot-grüne Duo holte am Sonntag die meisten Stimmen. Hans Stöckli (SP) belegte den ersten Platz mit 122'263 Stimmen vor Regula Rytz mit 119'960 Simmen.  Ganz knapp dahinter folgte mit 119'630 Stimmen der SVP-Mann Werner Salzmann. Die Kandidatin der BDP, Beatrice Simon, schnitt überraschend schlecht ab und musste sich mit dem vierten Rang begnügen. Sie erhielt 82'283 Stimmen. 

Klar geschlagen wurden die Nationalrätinnen Christa Markwalder (FDP), Kathrin Bertschy (Grünliberale) und Marianne Streiff (EVP). Insgesamt hatten sich 15 Kandidierende zur Wahl gestellt. Acht von ihnen galten aber von Beginn weg als Exoten ohne Wahlchance und scheiterten alle an der Drei-Prozent-Hürde.

19.16 Uhr
GLP erobert in Luzern Nationalratssitz zurück

Im Kanton Luzern holt die GLP den vor vier Jahren verlorenen Nationalratssitz zurück, und zwar mit dem Rückkehrer Roland Fischer. SVP und FDP verlieren je einen Sitz, Felix Müri (SVP) und Peter Schilliger (FDP) werden abgewählt. Bei den Ständeratswahlen wurde nur einer der beiden Sitze besetzt.

Der Kanton Luzern hat neu nur noch neun und nicht mehr zehn Sitze im Nationalrat. Erwartet worden war ein Sitzverlust der CVP, nun müssen aber SVP und FDP Federn lassen. Die GLP profitiert von der grünen Welle.

Die grösste Abordnung stellt weiterhin die CVP mit drei Mandaten. Die drei Bisherigen Christdemokraten - Ida Glanzmann, Andrea Gmür und Leo Müller - wurden im Amt bestätigt. Auch SP und Grüne konnten ihren Besitzstand von je einem Sitz wahren. Prisca Birrer (SP) und Michael Töngi (Grüne) wurden wiedergewählt.

Siegerin der Wahlen sind im Kanton Luzern die Grünliberalen. Sie hatten vor vier Jahren nach nur einer Legislatur den von Roland Fischer gehaltenen Sitz im Nationalrat verloren. Nun kehrt der Finanzfachmann und Kantonsrat in den Nationalrat zurück. Verloren haben SVP und FDP. Beide büssen einen Sitz ein, die SVP hat noch deren zwei, die FDP hat nur noch ein Mandat. Bestätigt wurden bei der SVP Franz Grüter und Yvette Estermann, bei der FDP schaffte Albert Vitali die Wiederwahl.

18.50 Uhr
Tessiner Grüne ziehen erstmals in den Nationalrat ein

Mit Greta Gysin erobert die Grüne Partei des Tessins erstmals in der Geschichte einen Sitz im Nationalrat. Die Lega verliert einen ihrer beiden Sitze.

Mit 19'952 Stimmen schaffte die 36-jährige Gysin zwar insgesamt das zweitschlechteste Resultat der acht Nationalratsmitglieder, lag damit aber noch vor dem Bisherigen Marco Chiesa (SVP), der 18'900 Stimmen auf sich vereinen konnte.

Der erste Grüne Nationalratssitz für den Kanton Tessin geht auf Kosten der Lega. In der am rechten Rand agierenden Partei schaffte Roberta Pantani die Wiederwahl in den Nationalrat nicht. Sowohl Gysin als auch Chiesa kandidieren zusätzlich für den freiwerdenden Ständeratssitz von Fabio Abate (FDP). Da keiner der Ständeratskandidaten das absolute Mehr erreicht hat, braucht es einen zweiten Wahlgang am 17. November.

18.45 Uhr
CVP verliert im Wallis Nationalratssitz an Grüne

Die CVP wird bei den Nationalratswahlen Wallis einen ihrer vier Sitze verlieren. Auch wenn die Ergebnisse der Städte im Unterwallis noch nicht vorliegen, steht bereits fest, dass die Grünen erstmals einen Parlamentssitz gewinnen werden.

Das Rennen wird Christophe Clivaz machen, der das beste Resultat seiner Partei erzielte. Im Oberwallis schaffte nur Philipp Matthias Bregy (CVP) die Wiederwahl. Hingegen wird Thomas Egger (CSP) aller Voraussicht nach sein Mandat verlieren, trotz eines guten persönlichen Resultats. Der christlichsoziale Flügel im Oberwallis erhielt zu wenige Stimmen, um seinen Sitz in Bern zu verteidigen.

Vor den Ergebnissen von Martigny, Monthey, Sitten und Siders lag bei der CVP Benjamin Roduit an der Spitze, vor Serge Métrailler und Sydney Kamerzin. Philippe Nantermod (FDP) dürfte für eine zweite Amtszeit und Mathias Reynard (SP) für eine dritte Legislaturperiode gewählt werden. Auch die SVP-Vertreter Franz Ruppen und Jean-Luc Addor stehen vor der Wiederwahl.


18.12 Uhr
Schaffhausen: Keine Änderung

Bei den Schaffhauser Nationalratssitzen bleibt alles beim Alten: Thomas Hurter (SVP) und Martina Munz (SP) haben, wie erwartet, ihre Wiederwahl geschafft. Hurter wurde mit 13'533 Stimmen und Munz mit 10'246 Stimmen gewählt. Die Wahlbeteiligung lag bei 59,72 Prozent.

Sowohl SVP als auch SP haben Wähleranteile eingebüsst. Trotzdem konnten die beiden Bisherigen ihre Sitze souverän verteidigen. Die SVP verliert auf ihrer Hauptliste 7,8 Prozent und erreicht noch 35,4 Prozent der Gesamtstimmen. Zusammen mit SVP KMU/Agro und JSVP verringert sich der Verlust auf 5,9 Prozent. Die SP büsst 1,9 Prozent ein und kommt auf 25,0 Prozent.

17.50 Uhr
Waadt: FDP vor SVP und SP

Im Rennen um die 19 Nationalratssitze im Kanton Waadt liegt die FDP nach 42 Prozent der ausgewählten Stimmen mit 21,20 Prozent in Führung. An zweiter Stelle folgt die SVP mit 19,07 Prozent vor der SP mit 17,73 Prozent. Allerdings lagen noch nicht alle Resultate aus den grossen Städten vor.

Auf dem vierten Platz folgen die Grünen mit 14,57 Prozent der Stimmen. Mit diesem Resultat könnte die Partei zu ihren zwei bisherigen Sitzen bis zu zwei zusätzliche Mandate gewinnen. Bei den Grünen führt Nationalrätin und Ständeratskandidatin Adèle Thorens Goumaz die Liste an, gefolgt von Daniel Brélaz und Sophie Michaud Gigon.

Bei der FDP erhält Ständerat Olivier Français bisher am meisten Stimmen. Ihm folgen dicht darauf Isabelle Moret und Olivier Feller. Auch Jacqueline de Quattro wird es voraussichtlich nach Bern schaffen. Der fünfte Sitz der FDP könnte an Frédéric Borloz gehen.

Die SVP würde ihre vier Sitze verteidigen. Allerdings sind die Wahlergebnisse der Städte noch nicht eingerechnet und die Städter tendieren dazu, weniger SVP zu wählen als die Landbevölkerung. Momentan belegen Jean-Pierre Grin, Jacques Nicolet, Michaël Buffat und Jean-François Thuillard die vordersten Ränge auf der Parteiliste.


17.40 Uhr
Freiburger Grüne gewinnen Sitz auf Kosten der SVP - Rime vor Abwahl

Im Kanton Freiburg droht dem bisherigen SVP-Nationalrat Jean-François Rime die Abwahl. Laut SRG-Hochrechnung gewinnen die Grünen einen Sitz auf Kosten der SVP. Demnach dürfte die SP ihre beiden Sitze verteidigen. Auch die CVP hält laut SRG-Hochrechnung ihre beiden Sitze. Die FDP wiederum dürfte ihren einzigen Sitz verteidigen. Der Kanton Freiburg verfügt über insgesamt sieben Nationalratssitze.

17.30 Uhr
St. Gallen: Ritter wiedergewählt

Der Präsident des Schweizer Bauernverbandes, Markus Ritter (CVP), hat die Wiederwahlt geschafft.

17.10 Uhr
Bern: SVP, SP und BDP vor Sitzverlusten

Im Kanton Bern droht der SVP und der SP der Verlust von je zwei Sitzen. Die BDP könnte ein Mandat preisgeben müssen. Das zeigt die Hochrechnung des Forschungsinstituts gfs.bern im Auftrag der SRG.

Zwei Sitze zulegen könnten demnach die Grünen, die Grünliberalen und die EDU je einen. Die neue Sitzverteilung würde demnach so lauten: SVP 7, SP 4, Grüne 4, Grünliberale 3, FDP 2, BDP 2, EVP 1, EDU 1. Der Kanton Bern kann nur noch 24 Sitze vergeben, einen weniger als bisher.  Das Endergebnis wird Staatsschreiber Christoph Auer voraussichtlich zwischen 22 und 23 Uhr im Berner Rathaus verkünden.

16.55 Uhr
Graubünden: Landwirt abgewählt - FDP zurück

In Graubünden sind gleich zwei bisherige Nationalräte abgewählt worden. Getroffen hat es SVP-Nationalrat Heinz Brand und BDP-Nationalrat und Landwirt Duri Campell. Die Züricherin Magdalena Martullo-Blocher schaffte die Wiederwahl als SVP-Nationalrätin problemlos.

Das links-grüne Lager von SP, Grünen und GLP knöpfte der SVP einen der beiden Sitze ab und gewann einen zweiten. Neu in den Nationalrat gewählt wurden Jon Pult und Sandra Locher Benguerel von der SP. Die Wiederwahl schafften SVP-Nationalrätin Magdalena Martullo-Blocher sowie Martin Candinas von der CVP.

16.35 Uhr
Maya Graf wiedergewählt

Die Baselbieter Nationalratsdelegation bleibt gleich. Alle sieben Bisherigen wurden wiedergewählt: Eric Nussbaumer (SP), Maya Graf (Grüne), Sandra Sollberger, Thomas de Courten (beide SVP), Samira Marti (SP), Daniela Schneeberger (SVP) und Elisabeth Schneider-Schneiter (CVP).

Obenaus schwang Eric Nussbaumer (SP) mit 29'593 Stimmen, gefolgt von Maya Graf (Grüne) mit 27'141 Stimmen und Sandra Sollberger (SVP) mit 25'653 Stimmen. Thomas de Courten (SVP) landete auf dem vierten Platz mit 24'498 Stimmen, gefolgt von Samira Marti (SP) mit 22'993 Stimmen und Daniela Schneeberger mit 19'071 Stimmen. Elisabeth Schneider-Schneiter (CVP) erreichte 13'707 Stimmen. Die Wahlbeteiligung betrug 42,56 Prozent.

Graf, Nussbaumer und Schneeberger haben zudem noch Chancen auf den einzigen Ständeratssitz, für den Amtsinhaber Claude Janiak (SP) nach zwölf Jahren nicht mehr angetreten ist. Das macht bei Grünen, SP und FDP den Nachrück-Listenplatz für den Nationalrat begehrt. Vergeben wird der Ständeratssitz erst im zweiten Wahlgang am 24. November.

16.25 Uhr
Zuger Linke gewinnt Nationalratssitz von der FDP zurück

Überraschung in Zug: Manuela Weichelt-Picard hat für die Alternative - die Grünen (ALG) den Nationalratssitz zurückerobert, den die Partei vor acht Jahren der FDP abtreten musste. Die beiden Bisherigen, Gerhard Pfister (CVP) und Thomas Aeschi (SVP), schafften die Wiederwahl.

Am besten schnitt Thomas Aeschi (SVP) ab. Er erhielt 15'359 Stimmen. CVP-Präsident Gerhard Pfister machte 13'872 Stimmen. Die Neugewählte, alt Regierungsrätin Manuela Weichelt-Picard (ALG), holte 6292 Stimmen. 

16.15 Uhr
Schwyz: Landwirt holt am meisten Stimmen

Die vier Schwyzer Nationalräte dürfen für eine weitere Legislatur nach Bern. Die Bisherigen haben die Wahl ohne Probleme geschafft. Die Linke bleibt aussen vor.

Am meisten Stimmen holte der bisherige SVP-Nationalrat und Landwirt Marcel Dettling (21'716), gefolgt FDP-Nationalrätin und Parteipräsidentin Petra Gössi (20'980). SVP-Nationalrat Pirmin Schwander landete mit 20'829 Stimmen auf dem dritten Platz. Deutlich zurück lag der vierte Wiedergewählte, CVP-Nationalrat Alois Gmür, mit 14'194 Stimmen.

16.00 Uhr
Solothurn: Grüne jagen der SP einen Sitz ab - SVP fest im Sattel

Im Kanton Solothurn muss die SP einen ihrer beiden Sitze an die Grünen abgeben. Zudem wurde der Bisherige Philipp Hadorn (SP) nicht wieder gewählt. Wahlsiegerin ist die SVP, die ihre beiden bisherigen Sitze mit den Bestresultaten aller Kandidierenden ins Trockene brachte und nun als einzige Solothurner Partei zwei Vertreter nach Bern schicken kann. Je einen Sitz verteidigten FDP und CVP.

15.50 Uhr
Haab düfte Wiederwahl schafen

Landwirt Martin Haab (SVP) kann eine weitere Legislatur in Bern planen. Gemäss einer Hochrechnung des Kantons Zürich erreicht er Rang 10. Landwirt Martin Hübscher ist als 1. Ersatz auf Rang 12, Landwirt Konrad Langhart ist 5. Ersatz auf Rang 16. Bei der FDP könnte laut Hochrechnung der vom Zürcher Bauernverband unterstützte Agro-Unternehmer Martin Farner die Wahl schaffen. Die Veganerin und Initiantin der Massentierhaltungsinitiative Meret Schneider liegt laut Hochrechnung bei den Grünen auf dem 1. Ersatzplatz.  

15.45 Uhr
Grüne könnten in Neuenburg Ständeratssitz der SP erobern

Die Grünen könnten auch bei den Ständeratswahlen im Kanton Neuenburg für eine Überraschung sorgen. Nach Auszählung von 28 der 31 Gemeinden sieht es danach aus, dass sie die SP aus der Kleinen Kammer verdrängen könnten.

Die Grüne Partei eroberte gemäss den bisherigen Ergebnissen 20,37 Prozent der Stimmen, während die SP nur auf 17,82 Prozent Stimmenanteil kommt. Bisher war der Kanton Neuenburg durch je einen Vertreter von SP und FDP im Ständerat vertreten.

15.34 Uhr
Jakob Stark (SVP) ist neuer Thurgauer Ständerat

Bauernsohn Jakob Stark (SVP) wird neuer Thurgauer Ständerat und folgt auf seinen zurücktretenden Parteikollegen Roland Eberle. Brigitte Häberli-Koller (CVP) schafft die Wiederwahl problemlos.

15.30 Uhr
Grüne im Wallis vor Sitzgewinn im Nationalrat

Im Wallis könnten die Grünen ihren ersten Sitz im Nationalrat erobern. Teilergebnisse nach Auszählung von mehr als der Hälfte der 126 Gemeinden deuten darauf hin, dass die Grünen auf Kosten der CVP einen Sitz gewinnen könnten.

Ob die CVP den Sitz eher im französischsprachigen Wallis oder im Oberwallis zum Nachteil des Bisherigen Thomas Egger verlieren würde, ist im Moment schwer zu beurteilen. SP, FDP und SVP dürften ihre Sitze hingegen verteidigen.

15.06 Uhr
Zürcher GLP von Glanzresultat überrascht

Mit diesem Resultat habe die Partei überhaupt nicht gerechnet, sagte die sichtlich bewegte Co-Präsidentin der Zürcher GLP, Corina Gredig, nach Bekanntwerden der ersten Hochrechnung. Im besten Fall habe man den Gewinn von drei bis vier Prozentpunkten erwartet - nun seien es doppelt so viele. Das Glanzresultat habe die Partei nicht zuletzt Ständeratskandidatin Tiana Moser zu verdanken, erklärte Gredig gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Diese habe der Partei ein Gesicht gegeben und Wähler über das GLP-Lager hinaus mobilisiert.

14.59 Uhr
Zweiter Wahlgang für Aargauer Ständeratssitze - FDP und SVP vorne

Bei den Aargauer Ständeratswahlen hat kein Kandidierender das absolute Mehr geschafft. Das Feld führen Thierry Burkart (FDP) und Hansjörg Knecht (SVP) an. Cédric Wermuth (SP) liegt mit deutlichem Abstand auf Platz drei, vor Ruth Müri (Grüne) und Marianne Binder (CVP). FDP-Nationalrat Burkart erhielt 82'515 Stimmen und SVP-Nationalrat Hansjörg Knecht 72'574 Stimmen. Das absolute Mehr beträgt 88'828 Stimmen und die Wahlbeteiligung 44,39 Prozent.

14.55 Uhr
St. Gallen: Grüne und GLP gewinnen je einen Sitz - SVP und FDP verlieren

Die Grünen und die Grünliberalen gewinnen im Kanton St. Gallen gemäss der ersten Hochrechnung je einen Nationalratssitz. Auf der anderen Seite verlieren die SVP und die FDP je ein Mandat. Die SVP bleibt aber stärkste Partei.

Die neue Sitzverteilung gemäss der SRF-Hochrechnung lautet: SVP 4 (-1), CVP 3, SP 2, FDP 1 (-1), Grüne 1 (+1), GLP 1 (+1). Damit würde das Wahlresultat von 2015 korrigiert. Damals hatten die Grünen und die GLP je ihren Sitz verloren, Gewinner waren die SVP und die FDP.

14.50 Uhr
Aargauer SVP verliert mehr als 5 Prozent der Stimmen

Im Kanton Aargau verliert die SVP bei den Nationalratswahlen nach einem Zwischenergebnis 5,7 Prozentpunkte ein. Die FDP büsst 1 Punkt ein und die BDP 2 Punkte. Zulegen können die Grünen um 4,5 Punkte, die GLP um 2,7 Punkte und die SP um knapp 0,2 Punkte.

Das Zwischenergebnis basiert auf sechs von elf ausgezählten Bezirken sowie auf den Stimmen der Auslandschweizer. Die SVP bleibt mit einem Wähleranteil von knapp 33 Prozent die stärkste Partei. Es folgen SP mit 16,2 Prozent und FDP mit 14,1 Prozent. Gemäss Zwischenergebnis überrunden die Grünen mit knapp 10 Prozent erstmals die CVP, die bei 8,6 Prozent liegt. Die EVP legt um 0,7 Punkte auf 4 Prozent zu. 

14.35 Uhr
Thurgauer Grüne erobern Nationalratssitz von FDP

Gemäss der ersten Hochrechnung im Kanton Thurgau verliert die FDP ihren Nationalratssitz an die Grünen.  Die SVP verliert zwar, kann ihre drei Sitze aber halten. CVP und SP behalten je einen Sitz. Die Hochrechnung wurde aufgrund der Ergebnisse von einem Viertel der Gemeinden erstellt, wie die Thurgauer Staatskanzlei kurz nach 14 Uhr in Frauenfeld bekannt gab.

14.15 Uhr
Grüne in Genf auf dem Weg zu drei Sitzen

Im Kanton Genf sieht es für die Grünen gut aus. Sie sind daran, ihren 2015 verlorenen Sitz zurückzugewinnen. Sogar für einen dritten Sitz könnte es reichen. Nach 77 Prozent der ausgezählten Wahlzettel erhält die Partei 20,12 Prozent der Stimmen.

Neu würden laut vorläufiger Sitzverteilung das linke Bündnis Ensemble à Gauche und die Grünliberalen ins Bundeshaus einziehen. Das Mouvement Citoyen Genevois würde Bern nach zwei Legislaturperioden verlassen müssen. Auch die SP sowie die FDP würden je einen Sitz verlieren und somit noch jeweils zwei Nationalräte nach Bern entsenden. Die SVP würde ihre beiden Sitze halten, genauso wie die CVP ihren einen Sitz. 

14.04 Uhr
Klare Wiederwahl der Bündner Ständeräte

Im Kanton Graubünden sind die beiden Ständeräte Stefan Engler (CVP) und Martin Schmid (FDP) klar wiedergewählt worden. Die ehemaligen Regierungsräte vertreten die Interessen des Gebirgskantons in Bern seit acht Jahren. Stefan Engler erzielte 30'033 Stimmen, Martin Schmid 26'629. Herausforderer Jon Pult von der SP holte 15'230 Stimmen und verpasste das absolute Mehr deutlich. Auch SVP-Kandidatin Valérie Favre Accola hatte keine Chance auf einen Sitzgewinn.

14.00 Uhr
SVP-Ständerat abgewählt

Im Glarnerland ist es bei den Ständeratswahlen zu einer dicken Überraschung gekommen. Der bisherige SVP-Ständerat Werner Hösli verpasste die Wiederwahl. Er wurde verdrängt durch den 35-jährigen Grünen Mathias Zopfi. Wieder gewählt wurde FDP-Ständerat Thomas Hefti.

Der 59-jährige Hösli, Ständerat seit 2014, erzielte 5432 Stimmen. Er wurde überflügelt von Mathias Zopfi, der 5684 Stimmen auf sich vereinte. Das absolute Mehr betrug 4973 Stimmen. Das beste Resultat erreichte FDP-Ständerat Thomas Hefti mit 7544 Stimmen. Die Stimmbeteiligung betrug 41,66 Prozent.

13.55 Uhr
Heidi Z'graggen verteidigt Urner CVP-Ständeratssitz

Heidi Z'graggen hat im dritten Anlauf den Sprung nach Bern geschafft: Das Urner Stimmvolk wählte die CVP-Regierungsrätin zur Nachfolgerin des abtretenden CVP-Ständerats Isidor Baumann. Wie erwartet schaffte Josef Dittli (FDP) die Wiederwahl. Josef Dittli erhielt 7576 Stimmen, Heidi Z'graggen machte 7086 Stimmen. Auf Diverse entfielen 3143 Stimmen. Das absolute Mehr betrug 5132 Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 43,5 Prozent.

13.25 Uhr
Monika Rüegger erobert für SVP Obwaldner Nationalratssitz zurück

Die SVP hat den einzigen Obwaldner Nationalratssitz zurückerobert, den sie 2011 nach nur einer Legislatur verloren hatte. Parteipräsidentin Monika Rüegger schaffte die Wahl knapp vor CVP-Mitglied und Landwirt Peter Krummenacher, der von einem überparteilichen Komitee nominiert worden war.

13.22 Uhr
Appenzell Innerrhoden bleibt eine CVP-Hochburg: Der ehemalige Säckelmeister Thomas Rechsteiner verteidigt den einzigen Nationalratssitz. Hinter Rechsteiner folgt Ruedi Eberle von der SVP und die offiziellen CVP-Kandidatin Antonia Fässler.

Alt Säckelmeister Thomas Rechsteiner (CVP), der vom Gewerbe aufgestellt worden war, erhielt 2014 Stimmen, SVP-Regierungsrat und Meisterlandwirt Ruedi Eberle, der vom Bauernverband empfohlen wurden, folgt mit 1642 Stimmen auf Platz zwei, die Gesundheitschefin Antonia Fässler (CVP) erhielt 1446 Stimmen. Der SP-Kandidat Martin Pfister hatte keine Wahlchancen und bekam 493 Stimmen.

13.12 Uhr
Die Schaffhauser Vertreter im Ständerat bleiben dieselben. Hannes Germann (SVP), Präsident der Schweizer Gemüseproduzenten, wurde mit 17'333 Stimmen klar wiedergewählt. Und auch der parteilose Thomas Minder hat es mit 14'813 Stimmen im ersten Wahlgang geschafft. Die Wahlbeteiligung lag bei 65,23 Prozent, das absolute Mehr bei 13'029 Stimmen. Germann politisiert seit 2002 in der kleinen Kammer und erreichte wiederum in allen Gemeinden problemlos das absolute Mehr. Für Minder war es die zweite Wiederwahl. 

13.02 Uhr

CVP erobert einzigen Urner Nationalratssitz
Die CVP schnappt der SVP den einzigen Urner Nationalratssitz weg. Der 31-jährige Landrat Simon Stadler schaffte die Wahl und liess die Kandidaten der SVP und SP hinter sich.

12.58 Uhr
Seine Wiederwahl in den Ständerat war bei den Parteien unbestritten: Der 39-jährige Jurist Andrea Caroni (FDP) aus Herisau kann seinen Sitz verteidigen. Der wilde Gegenkandidat Reto Sonderegger (SVP) hatte keine Chance. Mit 11'490 Stimmen wurde Andrea Caroni erneut deutlich in den Ständerat gewählt. Reto Sonderegger erhielt 4059 Stimmen.

12.57 Uhr
SVP verteidigt mit David Zuberbühler ihren Nationalratssitz
Die SVP hat in Appenzell Ausserrhoden den einzigen Sitz im Nationalrat verteidigt: David Zuberbühler wurde mit 7720 Stimmen wiedergewählt. FDP-Kandidatin Jennifer Abderhalden musste sich mit 7561 Stimmen knapp geschlagen geben.

12.55 Uhr
Im Kanton Aargau gewinnen CVP und SP gemäss Hochrechnung der SRG je einen Sitz. SVP und FDP verlieren dagegen je einen Sitz. Die Grünen und GLP legen nicht zu und halten je ein Sitz. Gemäss der Hochrechnung geht der bisherige BDP-Sitz an die EVP. 

12.47 Uhr 
Der einzige Nidwaldner Sitz im Nationalrat bleibt bei Peter Keller. Die Wahlberechtigten haben den SVP-Politiker, Historiker und Autor für eine dritte Amtszeit bestätigt. Sein einziger Herausforderer, alt Regierungsrat Alois Bissig, unterlag deutlich. Bissig gehört der CVP an, kandidierte aber als Unabhängiger.

12.39 Uhr
Bauernsohn Jakob Stark (SVP) wird voraussichtlich neuer Thurgauer Ständerat, wie sich nach Auszählung der Hälfte aller Gemeinden abzeichnet. Brigitte Häberli-Koller (CVP) schafft die Wiederwahl problemlos. Ob es einen zweiten Wahlgang gibt, ist noch unklar.

12.36 Uhr
Bei den Aargauer Ständeratswahlen führt Thierry Burkart (FDP) das Feld an. Es folgen Hansjörg Knecht (SVP) und Cédric Wermuth (SP). Ausgezählt sind drei von elf Bezirken. Burkart liegt gemäss Zwischenergebnis knapp unter dem absoluten Mehr. Müllereiunternehmer Knecht erhielt bislang deutlich mehr Stimmen als Wermuth. 

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