26.05.2020 06:06
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Umweltschutz
Biodiversität: Landwirtschaft in der Verantwortung
Am 22. Mai war der internationale Tag der Biodiversität. Zu diesem Anlass besichtigte Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga im Kanton Thurgau Beispiele von ökologischer und gleichzeitig produktiver Landwirtschaft.

Am 22. Mai war der Internationale Tag der Biodiversität. «Die Artenvielfalt ist für unser Leben und Wirtschaften unverzichtbar. Ihre Erhaltung und Förderung liegt daher im Interesse und in der Verantwortung von uns allen», sagte Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga laut einer Mitteilung des Bundesamtes für Umwelt (Bafu) anlässlich eines Besuchs von nachhaltigen Landwirtschaftsbetrieben im Kanton Thurgau.

«30by30» laute die Kurzformel der Zielsetzung der Vereinten Nationen. Heisst: Bis 2030 sollen 30 Prozent der Landesflächen mit besonderer Bedeutung für die Biodiversität ausscheiden. Darunter würden neben Schutzgebieten wie Moore oder Wildtierschutzgebiete Flächen im Wald, entlang der Gewässer, in Siedlungen oder in der Landwirtschaft fallen, schreibt das Bafu. Die überwiegende Mehrzahl dieser Flächen solle und könne weiterhin nachhaltig genutzt werden, zum Vorteil von Natur und Mensch.

Die Landwirtschaft trage dabei eine besondere Verantwortung. Sie ist sehr eng mit der Biodiversität verknüpft und auf diese angewiesen. Gleichzeitig beeinträchtige sie die Artenvielfalt durch ihre intensive Nutzung nach wie vor stark, heisst es weiter. Im Pilotprojekt «3V» (Verantwortung, Vertrauen, Vereinfachung) werde auf Betrieben in den Kantonen Thurgau, Zürich und Glarus verdeutlicht, wie sich umweltschonende Landwirtschaft lohnen könne, für Landwirte und die Tier- und Pflanzenwelt.

Bundespräsidentin Sommaruga hat sich, laut Bafu, bei ihrem Besuch zudem mit dem Thurgauer Regierungspräsidenten Jakob Stark und Vizepräsident Walter Schönholzer über die Auswirkungen der Corona-Krise ausgetauscht.

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