22.01.2020 16:40
Quelle: schweizerbauer.ch - sal
Agrarpolitik
Das sagt die GLB zu Avenir Suisse
Die sogenannte Denkfabrik Avenir Suisse kritisierte Anfang Jahr zum zweiten Mal nach 2018, die Schweizer Landwirtschaft koste zu viel. Zu den Förderern gehört auch GLB. «Schweizer Bauer» hat bei der Genossenschaft nach den Beweggründen nachgefragt.

Avenir Suisse propagiert die Grenzöffnung für Agrargüter und Lebensmittel und will die «Aufgabe von strukturerhaltenden Transfers», um «eine Beschleunigung des landwirtschaftlichen Strukturwandels» zu erreichen. Das heisst: Es sollen pro Jahr noch mehr Landwirtschaftsbetriebe aufgeben, als es heute schon tun (2018 verschwanden 786 Betriebe).

Unter den Förderern von Avenir Suisse ist auch die Genossenschaft für Leistungsorientiertes Bauen (GLB) mit Sitz in Langnau i. E. BE. Der «Schweizer Bauer» wollte von der GLB wissen, wie viel sie an Avenir Suisse bezahlt und was sie zur geäusserten Kritik an der Landwirtschaft meint. Die GLB betont, sie sei Mitglied bei der Förderstiftung, welche Avenir Suisse unterstütze. Die Denkfabrik aber agiere unabhängig von dieser Förderstiftung.

Die GLB habe Avenir Suisse vor rund drei Jahren bei einer gemeinsamen Arbeit zum Thema «Arbeiten im Alter» resp. «Arbeiten mit über 65» kennen gelernt. Im Sommer 2018 sei die GLB der Förderstiftung beigetreten, vor allem aufgrund deren Eigenschaft als Wirtschaftsvereinigung, die den Mitgliedern eine wichtige und hilfreiche Plattform zum Netzwerken, Austauschen und Begegnen mit anderen Unternehmen gebe.

Die GLB stellt klar: «Unsere Haltung in Sachen Landwirtschaftspolitik entspricht – wie notabene oft auch in anderen Themenbereichen – nicht derjenigen von Avenir Suisse.» Der jährliche Mitgliederbeitrag bei der Förderstiftung liege im gleichen oder ähnlichen Rahmen wie die Zuwendungen und Mitgliederbeiträge, welche die GLB  z.B. an die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete (SAB) zahle. 

 

 

 

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