18.01.2020 08:22
Quelle: schweizerbauer.ch - sal
Agrarpolitik
Das sagt Raiffeisen zu Avenir Suisse
Die sogenannte Denkfabrik Avenir Suisse kritisierte Anfang Jahr zum zweiten Mal nach 2018, die Schweizer Landwirtschaft koste zu viel. Zu den Förderern gehört auch Raiffeisen. «Schweizer Bauer» hat bei der Bank nach den Beweggründen nachgefragt.

Avenir Suisse propagiert die Grenzöffnung für Agrargüter und Lebensmittel und will die «Aufgabe von strukturerhaltenden Transfers», um «eine Beschleunigung des landwirtschaftlichen Strukturwandels» zu erreichen. Das heisst: Es sollen pro Jahr noch mehr Landwirtschaftsbetriebe aufgeben, als es heute schon tun (2018 verschwanden 786 Betriebe).

Unter den Förderern von Avenir Suisse ist auch «Raiffeisen Schweiz», also die Zentrale der Raiffeisen-Gruppe, die jahrelang von Pierin Vincenz geführt worden ist. Der «Schweizer Bauer» hat bei Raiffeisen Schweiz nachgefragt, wie viel sie an Avenir Suisse bezahle und was sie zur Fundamentalkritik an der Schweizer Landwirtschaft sage.

Hier die Antwort: «Avenir Suisse ist einer von vielen unabhängigen Partnern von Raiffeisen – so wie beispielsweise auch der Schweizer Bauernverband. Die Raiffeisen-Partner sind unabhängig und ihre Meinungen müssen sich nicht mit derjenigen von Raiffeisen decken. Die Höhe der jeweiligen Fördergelder werden von Raiffeisen Schweiz nicht bekannt gegeben.»

Wenn Avenir Suisse ein Partner ist wie der Schweizer Bauernverband – erhält also auch der SBV direkt Geld von der Raiffeisen? Auf diese Frage hiess es seitens Raiffeisen Schweiz: «Wie bereits hinsichtlich Avenir Suisse ausgeführt, macht Raiffeisen Schweiz keine konkreten Angaben zu Abmachungen mit Partnern.»

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