3.02.2019 09:50
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Deutschland
Dörfer bluten ohne Landwirtschaft aus
Ohne die Landwirtschaft bluten nach den Worten von Landvolkpräsident Albert Schulte to Brinke die Dörfer im ländlichen Raum aus und kleine Handwerks-, Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe wandern ab.

Daher sei ein stabiler Agrarhaushalt mit einem ausreichenden Budget in beiden Säulen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) auf derzeitigem Niveau erforderlich, mahnte Schulte to Brinke am Dienstag vergangener Woche auf dem Agrarforum des Staatgutherstellers KWS in Einbeck an.

Eine finanzielle Kürzung würde nach seiner Einschätzung für die hiesige Landwirtschaft insgesamt, aber auch für den einzelnen Betrieb „fatale Folgen“ nach sich ziehen, und zwar gerade mit Blick auf die ökologischen Herausforderungen der Gesellschaft an die Landwirte.

Für das Landvolk gelte, die Landwirtschaft müsse im Einklang mit den steigenden Anforderungen im Umwelt- und Klimaschutz die wachsenden gesellschaftlichen Erwartungen erfüllen können, erklärte der Verbandspräsident und warnte zugleich davor, die bäuerlichen Unternehmer mit ihren Familien und Mitarbeitern zu überfordern.

Rechtssicherheit

Für neue politische Ziele etwa im Klima- und Artenschutz benötige die Landwirtschaft nicht nur zusätzliches Geld, sondern vor allem Rechtssicherheit, Verbindlichkeit und Verlässlichkeit sowie die Chance, mit Hilfe moderner Technologien neue Auflagen und Vorgaben erfüllen zu können.

Die Landwirte seien es gewohnt, diese Herausforderungen tagtäglich zu meistern. Neben unbeeinflussbaren Faktoren wie dem Wetter und klimatischen Veränderungen seien es vor allem die politischen Entscheidungen, die die Landwirte, ihr Handeln und ihre Existenz beeinflussten.

Chancen und Risiken

Schulte to Brinke unterstrich, dass die Landwirte als Unternehmer auf Liberalisierung, Wettbewerb und Harmonisierung der Rahmenbedingungen setzten. „Sie stehen für den freien Markt und lehnen staatliche Regulierung ab“, stellte der Landvolkpräsident klar. Das schliesse Chancen und Risiken ein. Zudem müssten Ökonomie, Ökologie, Nachhaltigkeit und soziale Aspekte im „gesunden Einklang“ zueinander stehen.

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