7.01.2015 17:28
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Einkaufstourismus
Einkaufstourismus stagniert auf hohem Niveau
Zwar entwickeln sich die Umsätze im Detailhandel verhalten. Für 2015 rechnen die Ökonomen der Credit Suisse (CS) mit einem nominalen Wachstum von 0,7 Prozent. Das ist wenig, doch die gute Nachricht ist: Es wandert nicht mehr Geld ins grenznahe Ausland ab als bisher.

Der Einkaufstourismus trieb den Detailhändlern 2011 grosse Sorgenfalten ins Gesicht. Nun aber scheint die Situation stabil: Die Mehrwertsteuereinnahmen aus dem privaten Reiseverkehr in die Schweiz stagniert das dritte Jahr in Folge, wie die Ökonomen der CS in ihrer Studie «Retail Outlook 2015» schreiben. Der Einkaufstourismus dürfte 2015 auf hohem Niveau verharren.

Grund sei die Stabilisierung bei der Wechselkurs- und Preisentwicklung. Konkrete Umsätze, die in den günstigen Euroraum abfliessen, schätzt die CS nicht. Sie lassen sich nur durch Umfragen ermitteln. Hingegen hat die CS festgestellt, dass die Anzahl Ausfuhrbescheinigungen zur Rückforderung der Mehrwehrsteuer, die sich Schweizer Konsumenten am deutschen Zoll abstempeln liessen, deutlich gewachsen ist.

Der grössere Zettelstapel (+16 Prozent) sagt aber kaum etwas aus über die Entwicklung des Einkaufstourismus, sondern beweist nur die intensivere Nutzung der Rückerstattung. Das könnte gemäss CS ein Indiz dafür sein, dass sich die die Abwicklung für die Rückerstattung professionalisiert hat: Je bedeutender der Einkaufstourismus für die Grenzregionen im Ausland und je erfahrener die Konsumenten, desto routinierter und einfacher dürfte die Rückerstattung der Mehrwertsteuer werden. In Deutschland schlägt die Zollverwaltung aufgrund der hohen Auslastung eine Chipkarte vor.

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