15.09.2016 17:43
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Einkommen
Milchbauern triffts besonders hart
Für die Schweizer Milchproduzenten (SMP) zeigen die neuesten Einkommenszahlen von Agroscope, dass die Milchproduzenten in einer speziell schwierigen Situation stecken. Die Bundesmittel für die Landwirtschaft dürften auf keinen Fall gesenkt werden.

Es zeige sich erneut, dass die Milchproduzenten in einer speziell schwierigen Situation steckten, besonders weil sich jetzt zusätzlich erstmals die niedrigen Erlöse in der Einkommenssituation niederschlügen, sagt Reto Burkhardt, Leiter Kommunikation der SMP, zu den aktuellsten Zahlen.

Nicht sichtbar sei in der Agroscope-Erhebung, dass innerhalb der Milchproduktions-Betriebe sehr grosse Unterschiede bestünden. Bio- und Käsereimilchproduzenten erhalten deutlich höhere Preise als Produzenten von Molkereimilch. "Es gibt also ein ganzes Segment an Betrieben, die einerseits in existenzielle Nöte kommen und zweitens effizienter produzieren sollten. Darunter leidet als erstes das Tierwohl, das in der Schweiz erheblich besser ist als im Ausland", so Burkhardt.

In der EU erhalten die Milchproduzenten aufgrund der Krise milliardenschwere Hilfspakete, in der Schweiz ist dies nicht der Fall. "Aus diesem Grund fordern die SMP, dass die Bundesmittel für die Landwirtschaft unter keinen Umständen gesenkt werden dürfen und dass es innerhalb der Direktzahlungen eine Anpassung braucht, die es den Milchproduzenten erlaubt, weiterhin wirtschaftlich und nachhaltig Milch mit einem Mehrwert gegenüber dem Ausland zu produzieren", sagt Reto Burkhardt.

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