27.02.2020 19:08
Quelle: schweizerbauer.ch - dha
Messe
So siehts an der Agrimesse aus
Petrus sendete praktisch den ersten Schnee der Saison in den tiefen Lagen zur Eröffnung der Agrimesse in Thun am Donnerstag. Das tat aber dem grossen Interesse an der Eröffnungsveranstaltung kein Abbruch.

Matthias Iseli begrüsste als Präsident der Schweizerischen Agrotechnischen Vereinigung die Anwesenden aus Politik und Technik auf dem Expogelände. «Tun ist wie wollen, nur krasser», zitierte Iseli aus einem Zeitungsartikel und stimmte auf die Messe ein: «An der Agrimesse sind wir alle Macher». 

«Aktien sind nicht essbar»

Eröffnungsredner und Berner Grossratspräsident Hannes Zaugg-Graf erinnerte sich zurück an die Zeit, als er bei seinem Onkel auf dem Betrieb geholfen habe. Man komme nämlich schnell darauf, dass früher alles besser war, dem sei aber nicht wirklich so, gab Zaugg zu verstehen. Manchmal brauche jede Tradition Anpassungen, auch die Landwirtschaft meint GLP-Mitglied Zaugg. «Wir müssen Probleme gemeinschaftlich angehen und Lösungen umsetzen,» zeigt sich Hannes selbstbewusst. Weil sonst zahlreiche Personen einmal merken würden, dass man Aktien nicht essen könne.

Messeleiter Christoph Studer freut sich über den tollen Mix an der Messe. Jeder werde für sich etwas finden. Zudem ist Studer stolz, dass sich die wichtigen Werte der Agrimesse seit 20 Jahren nicht verändert hätten. «Wir haben eine lange Liste von interessierten Ausstellerinnen und Austellern für die Agrimesse, das gibt uns in unserer Strategie recht», so Studer.

Anspruchsvolle Arbeit

Die tägliche Arbeit auf dem vielseitigen Bergbetrieb verlangt nach vielseitiger Ausrüstung. So ist an der Agrimesse noch manch eine Schubkarre, Mistladen oder Hochdruckreiniger zu finden. Insbesondere die Tierhaltung ist ein Fokusthema an der Agrimesse. Die neueste Melktechnik findet grossen Platz an der Agrimesse in Thun. Nicht zuletzt wird die kleine aber feine Tierausstellung an der Agrimesse von fast keinem Messebesucher ausgelassen. 

Bezahlbare Technik

Die knappen Vegetationstage in höheren Lagen verlangen nach zuverlässiger und bezahlbarer Technik für die Bergwiesen. Gerne setzten deshalb Betriesleiter auf Traktoren mit Doppelrädern an beiden Achsen, damit der günstigere Standardtraktor gut am Hang zurechtkommt. Nicht zuletzt auch ausgerüstet mit einem praktischen Frontlader. Die Trends bei den Bergtraktoren gehen zurzeit wieder in weniger hohe Maschinen mit einfacher Ausrüstung.

Bei den Zweiachsmähern ist zurzeit die neu vorgestellten Luftstachelräder in aller Munde. Der auf der Felge festgeschraubte Luftreifen mit Stacheln bestückt soll an Steinigen Hängen mehr Sicherheit und bei schneller Arbeit für mehr Fahrruhe sorgen. Erste Betriebe werden diese Technologie in diesem Sommer an ihrem Mäher einsetzen. 

Familiäre Messe

Nicht zuletzt ist die Agrimesse auch eine richtige Messe, mit allem was dazu gehört. Niemand muss hungrig nach Hause und kann sich auch gleich mit Halftern oder anderen kleinen Helfern im Stall ausrüsten. Für die ganze Familie ist auch in der 20. Ausgabe etwas dabei. Die Agrimesse dauert noch bis morgen Sonntag.

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