4.04.2020 06:01
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Versorgung
Trotz Corona gut versorgt
Die Corona-Krise macht vielen Menschen die Bedeutung der inländischen Nahrungsmittelproduktion bewusst. Gut zu wissen, dass die Versorgung unseres Landes gesichert ist.

Der Selbstversorgungsgrad der Schweiz hat sich in den letzten Jahren stets zwischen 58% und 64% bewegt. Auf den ersten Blick also tiefer als erwartet. Und auch im internationalen Vergleich fällt auf, dass der Selbstversorgungsgrad der Schweiz eher unterdurchschnittlich ist. «Doch muss dabei berücksichtig werden, dass in der Schweiz pro Einwohner im Vergleich zu Deutschland oder Frankreich mit 5 Aren nur sehr wenig Ackerland pro Kopf zur Verfügung stehen», sagt Florie Marion vom BLW.

Die Schweiz ist stark auf Importe angewiesen, vor allem auch bei den Futtermitteln und beim Saatgut. «Bei den Futtermitteln kann es zu Lieferverzögerungen kommen. Die weitere Entwicklung hängt von den Behördenentscheiden in ganz Europa ab», sagt Hansjörg Reiss, Leiter Fenaco Getreide, Ölsaaten und Futtermittel (GOF). Beim Saatgut seien hingegen keine grösseren Probleme zu erwarten, da sich der Bedarf für die kommende Saison bereits auf den Betrieben in der Schweiz befinde.

Auch beim der Versorgung mit Fleisch oder Geflügel sind keine grösseren Schwierigkeiten zu erwarten. Doch kommt es durch die aktuelle Situation trotzdem durch Nachfrageverschiebungen kurzzeitig zu leeren Regalen bei den Grossverteilern – vor allem bei Kartoffeln, Mehl, Butter oder Eiern. Der Bund hat dem BLW deshalb gewisse Erhöhungen von Teilzollkontingenten zugesichert.

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