6.03.2019 14:33
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Agrarpolitik
AP22+: Bio Suisse hat 6 Forderungen
Bio Suisse hat ihre Stellungnahme zur Agrarpolitik AP22+ eingereicht. Die Agrarpolitik solle mutig Verbesserungen in der Land- und Ernährungswirtschaft angehen, so die Forderung der Dachorganisation der Schweizer Biobauern. Der Betriebsbeitrag und eine Obergrenze bei den Direktzahlungen werden abgelehnt.

Der Vorstand, die Gremien und die Mitgliedorganisationen von Bio Suisse haben sich intensiv mit dem 162-seitigen Dokument befasst. 

Die 6 zentralen Forderungen von Bio Suisse:

  • Ressourcenschonender Umgang mit Lebensmitteln. Dabei müssten auch Konsumenten ihre Verantwortung wahrnehmen.
  • Forschung, Bildung und Beratung sollen künftig stärker auf nachhaltige Produktionssysteme wie Bio ausgerichtet werden, schreibt Bio Suisse in der Stellungnahme zur AP22+. Der Dachverband der Bio-Bäuerinnen und -bauern fordert ein Ziel, wie zum Beispiel 25 Prozent Bio-Fläche bis 2030.
  • Klima und Bodenfruchtbarkeit: Auch hier fordert Bio Suisse gezielte Unterstützung bestehender Produktionssysteme.
  • Chancen der Nachhaltigkeit nutzen: Für Bio Suisse bieten die Umweltziele Landwirtschaft oder die Biodiversitäts- und Klimakonvention Chancen, damit die Landwirtschaft auch künftig von Konsumentinnen und Konsumenten unterstützt wird.
  • Griffiger Gegenvorschlag zu Pflanzenschutz-Initiativen: Dieser soll neben der Landwirtschaft auch die privaten und die gewerblichen Anwender einbeziehen.
  • Verzicht auf Gentech und Stärkung der Schweizer Züchtung.

Der vorgeschlagene Betriebsbeitrag in der Höhe von 3000 bis 5000 Franken findet bei Bio Suisse keinen Zuspruch. Die Organisation fordert, die ersten zwanzig Hektaren stärker zu fördern. Ab fünfzig Hektaren sollen die Direktzahlungen pro Hektare abnehmen. Auch grosse Bio-Betriebe erbringen gemäss Bio Suisse «viel Handarbeit und enorme soziale und ökologische Leistungen». Ein Obergrenze von 250'000 Franken lehnt Bio Suisse ab.

Begrüsst wird der obligatorische Sozialversicherungsschutz für mitarbeitende Ehegatten. Bio Suisse unterstützt diese Bestrebungen im Grundsatz, da diese einen wichtigen Bestandteil der sozialen Sicherheit darstellen. Produktionsbeiträge sollen auch für Biobetriebe zugänglich sein. Bio Suisse nennt beispielsweise den Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide, eine bessere Nährstoffeffizienz oder Massnahmen zugunsten des Klimaschutzes oder der Bodenfruchtbarkeit. 

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