13.02.2020 16:37
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Agrarpolitik
«AP22+ verdient vorerst Kredit»
Am Donnerstag hat der Bundesrat die Botschaft zu Agrarpolitik 2022+ (AP22+) vorgestellt. Die Agrarallianz gibt der Vorlage Kredit, will aber alle Massnahmen auf die Wirksamkeit und die Verträglichkeit mit dem Markt prüfen.

Die Agrarpolitik 2022+ habe viele gut gemeinte Massnahmen, diese seien aber sehr zerstückelt. «Nur eine ambitionierte AP22+ ist eine glaubwürdige Antwort auf die inhaltlichen und politischen Herausforderungen (Marktentwicklung, Umweltdefizite, Volksinitiativen)», schreibt die Agrarallianz in einer Mitteilung. 

Die AP22+ müsse Ausgangspunkt für mehr Verantwortung bei den Bauern und am Markt (Labelorganisationen, Marktpartner) sein, um die Umweltziele bis 2035 zu erreichen und glaubwürdige Antworten auf Volksinitiativen zu geben. 

Stickstoff- und Pestizidabsenkpfade sollen unter Einbezug der Bauern und Bäuerinnen und den Labelorganisationen Perspektiven aufzeigen, die sie mit ihren Markpartnern nutzen können. Die Parlamentarische Initiative der WAK des Ständerates mache diesbezüglich Mut. Nun sei auch vom Parlament bei der Reduktion der Stickstoff-Belastung und der Förderung von Tierwohl und Biodiversität Mut gefragt.

Die Agrarallianz nennt neun Punkte für eine erfolgreiche Agrarpolitik 22+:

1. AP 22+ stärkt Innovation: Anbautechnik und am Markt
2. Absenken mit Pfiff: Stickstoff, Pestizide
3. Eintrittsschwellen für Direktzahlungen erhöhen Wirkung
4. Mehr Tierwohl mit mehr Umweltschutz verbinden
5. Fördern nur was wirkt und einer Leistung entspricht
6. «SOZIALES» stärken (Stellung Frauen)
7. Internationale Abkommen (Klima, SDG) als Motor verstehen
8. Verhältnis zum Ausland aktiv gestalten
9. Gentechnik-Moratorium und Züchtungsstrategie gehen weiter

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