28.02.2020 11:42
Quelle: schweizerbauer.ch - aiz
Europäischer Milchmarkt
EU-Milcherzeugung 2019 leicht höher
Die Molkereien in der EU haben im Jahr 2019 in Summe um 0,4% mehr Milch übernommen als im Vorjahr. Die Entwicklung in den Mitgliedsländern war aber sehr unterschiedlich

Seit Juli 2019 bewegen sich die Anlieferungsmengen in der EU über der Vorjahreslinie, nachdem diese im ersten Halbjahr phasenweise unterschritten wurde. In Richtung Herbst hat sich der Zuwachs zunächst verstärkt.

Irland mit grösstem Plus

Im Gesamtjahr 2019 fällt vor allem die starke Zunahme in Irland (+5,3%) und Spanien (+2%) auf, während auf der anderen Seite Schweden (-2%) und Finnland (-1%) spürbare Rückgänge in der Anlieferung verzeichneten. Die grossen Produzentenländer Deutschland (-0,1%), Frankreich (-0,2%) und die Niederlande (-0,7%) blieben mit ihrer Produktion in Summe leicht unter der Menge des Vorjahres. 

Im Dezember 2019 war die Menge um 1,5% grösser als im Vorjahresmonat, wobei die Entwicklung in den einzelnen Mitgliedsländern sehr unterschiedlich verlief: Während etwa die Niederlande im Vergleich mit dem Vorjahresmonat ein Plus von 3,7%, Spanien +3,5% sowie Deutschland und Frankreich je +1,1% bei der Menge verzeichneten, war die Anlieferung in Irland (-5,7%) und Schweden (-3,6%) deutlich rückläufig. Dies geht aus aktuellen Daten der EU-Kommission hervor. In Österreich lag die Menge um 1,5% über dem Vorjahresniveau. 

Deutlicher Rückgang in Australien 

In den USA lag die Rohmilchproduktion im Jahr 2019 um 0,3% über dem Vorjahresniveau. Deutlich rückläufig ist die angelieferte Menge in Australien, hier wurde infolge der Trockenheit weniger Rohmilch von den Verarbeitern übernommen. Von Beginn der neuen Milchsaison (Juli) bis Dezember 2019 ergab sich ein Minus von 4,3%. Vergleichsweise moderat fiel der Produktionsrückgang in Neuseeland aus, wo von Juni bis Dezember ein Minus von 0,4% gemeldet wurde. 

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