6.07.2020 11:34
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Frankreich
F: Höhere Mindestrente für Bauern
In Frankreich wird die Mindestrente für Landwirte angehoben. Der Senat billigte vergangene Woche in zweiter Lesung einen Gesetzentwurf, mit dem landwirtschaftlichen Betriebsleitern ab 2022 ein Altersbezug in Höhe von 85% des Mindestlohns garantiert wird.

Derzeit würde das etwa 1'025 Euro (1'090 Fr.) monatlich entsprechen. Profitieren sollen sowohl künftige als auch bereits im Ruhestand befindliche Landwirte. Die Nationalversammlung hatte der Gesetzesvorlage bereits am 18. Juni zugestimmt. Der französische Bauernverband (FNSEA) und die Junglandwirteorganisation (JA) begrüssten die Anhebung als „wichtigen Sieg“.

Mit Blick auf die noch unklare Finanzierung der Rentenerhöhung stellten die Verbände zugleich klar, dass diese auch tatsächlich Zeichen einer nationalen Solidarität seinmüsse und nicht aus dem Berufsstand erfolgen dürfe. FNSEA und JA kritisierten zudem, dass nur die Betriebsleiter profitierten. Ehepartner und andere Familienhelfer würden immer noch schlechter gestellt. Ungerecht sei zudem, dass Landwirte, die in mehrere Rentensysteme eingezahlt hätten, nicht profitieren sollten.

Die Anhebung der Mindestrente für Landwirte wird von Frankreichs Landwirtschaftsverbänden bereits seit langem gefordert. Schon in der vorangegangenen Legislaturperiode hatte die Nationalversammlung einer Aufstockung auf 85% des Mindestlohns zugestimmt. Nach der Wahl hatte indes die neue Regierung von Staatspräsident Emmanuel Macron die Abstimmung im Senat unter Verweis auf die allgemeine Rentenreform blockiert.

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