25.07.2019 15:10
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Niederlande
NL:1 Milliarde für Agrarklimaschutz
Die niederländische Regierung will für Klimaschutzmassnahmen im Agrarsektor von 2020 bis 2030 insgesamt 970 Mio. Euro (1.07 Mrd. Fr.) ausgeben.

Wie aus der aktuellen Klimavereinbarung zwischen dem Haager Landwirtschaftsministerium und der Branche hervorgeht, sollen mit diesem Betrag Massnahmen zur Senkung des sektoralen Treibhausgas-(THG)-Ausstosses bis 2030 im Vergleich zu 2016 um insgesamt 6 Mio t CO2-Äquivalente finanziert werden.

Dem Dokument zufolge entfällt das grösste Förderbudget mit 276 Mio. Euro (306 Mio. Fr.) auf die Senkung der THG-Emissionen in Moorweidegebieten. Dort wird ein Rückgang um 1 Mio. t CO2-Äquivalente angepeilt. Der zweitgrösste Etat von 252 Mio. Euro (280 Mio. Fr.) ist für die Tierhaltung bestimmt. Das betreffende Minderungsziel wurde auf 1,2 Mio. t bis 2,7 Mio. t CO2-Äquivalente festgesetzt. Davon müssen mindestens 1 Mio t CO2-Äquivalente auf Methan entfallen.

Drittgrösster Posten im betreffenden Klimaschutzetat ist der Unterglasanbau mit 250 Mio. Euro (277 Mio. Fr.). Diese Branche soll allerdings im Vergleich der einzelnen „Säulen“ des Konzeptes den grössten Beitrag zum Klimaschutz leisten, und zwar mit einer Ausstossminderung von 1,8 Mio. t bis 2,9 Mio. t CO2-Äquivalenten. Ein weiteres angesprochenes Segment ist die Viehhaltung im Umfeld von Natura 2000-Gebieten, die mit 100 Mio. Euro (111 Mio. Fr.) gefördert werden soll.

Ferner sind für eine „Waldstrategie“ 51 Mio. Euro (56 Mio. Fr.) vorgesehen; diese soll Einsparungen von 0,4 Mio t bis 0,8 Mio t CO2-Äquivalenten bringen. Darüber hinaus will das Agrarressort mit 28 Mio. Euro (31 Mio. Fr.) Klimaschutzmassnahmen auf landwirtschaftlich genutzten Böden und im Freilandanbau von Gemüse fördern, wo der THG-Ausstoss um insgesamt 0,4 Mio. t bis 0,6 Mio. t CO2-Äquivalente zu senken ist. Schliesslich sollen 13 Mio. Euro (14.4 Mio. Fr.) zur Verringerung der Lebensmittelverschwendung aufgewendet werden.

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