4.06.2016 15:58
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
USA
USA: Neuer Umsatzrekord am Biomarkt
Die Erlöse am US-amerikanischen Biomarkt sind auf einen neuen Höchstwert gestiegen.

Wie der Branchenverband „Organic Trade Association“ (OTA) Mitte Mai in Washington mitteilte, kletterte im vergangenen Jahr gegenüber 2014 der Umsatz mit ökologisch hergestellten Lebensmitteln und anderen Bioagrarprodukten um 11 % auf 43,3 Mrd $ (38,9 Mrd Euro). Damit lag die Wachstumsrate im Biosektor deutlich über der des gesamten US-amerikanischen Lebensmittelmarktes, die auf etwa 3 % geschätzt wird.

Im Einzelnen legten die Verkäufe von ökologischen Nahrungsmitteln im Jahresvergleich um 11 % auf 39,7 Mrd $ (35,6 Mrd Euro) und die von biologischen Nichtlebensmitteln um 13 % auf 3,6 Mrd $ (3,2 Mrd Euro) zu. Bei den Biolebensmitteln gehörten erneut Obst und Gemüse zu den Spitzenreitern mit einem Umsatz von 14,4 Mrd $ (12,9 Mrd Euro); das war ein Plus von 10,5 % gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz im Ökomilchbereich stieg um 10,0 % auf 6,0 Mrd $ (5,4 Mrd Euro). OTA-Direktorin Laura Batcha betonte, dass frische Lebensmittel und Milchprodukte den Markt antrieben. Zusammen machten sie die Hälfte der gesamten Bionahrungsmittelverkäufe aus.

Batcha wies zudem darauf hin, dass die Amerikaner Snacks liebten, und dabei immer mehr zu Biosnacks griffen. So seien im vergangenen Jahr die Verkäufe von Ökosnacks wertmäßig um 14 % auf mehr als 2,3 Mrd $ (2,1 Mrd Euro) gestiegen; das sei über die vergangenen zehn Jahre gesehen eine Verdreifachung des Umsatzes, berichtete Batcha. Das relativ größte Umsatzplus verbuchte die OTA allerdings für Biogewürze, und zwar mit 18,5 % auf 1 Mrd $ (900 Mio Euro). Derweil erinnerte US-Landwirtschaftsminister Tom Vilsack an die Unterstützung der Regierung für die Biobranche, insbesondere bei der Zertifizierung sowie an die Hilfen für die landwirtschaftlichen Betriebe und bei der Erschließung neuer internationaler Absatzmärkte. Vilsack versprach, dass er für die Landwirte den Zugang zum Erhalt von Ökolabels weiter erleichtern wolle, und stellte auch „andere Maßnahmen“ in Aussicht, damit die steigende Nachfrage der Verbraucher nach Biolebensmitteln durch die heimische Landwirtschaft gedeckt werden könne. Damit solle auch die Dynamik des ländlichen Raumes belebt werden.

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