20.08.2019 11:00
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Milchmarkt
Abzug weniger: Milchpreis höher
Ab dem 1. September 2019 wird der Abzug Fonds Regulierungen der Branchenorganisation Milch (BOM) wegfallen. Gemäss den Schweizer Milchproduzenten (SMP) könnte der Milchpreis für nicht verkäste Milch um bis zu 0.9 Rappen je Kilo ansteigen. Die Verhandlungsdelegationen seien gefordert, schreiben die SMP.

Die Branchenorganisation Milch hat im Rahmen der Nachfolgelösung «Schoggigesetz» einen Regulierfonds geschaffen und gleichzeitig verbindlich festgeschrieben, dass der Fonds Regulierung einen Maximalbestand von 10 Mio. Franken erreichen kann. Ab diesem Betrag wird das Inkasso automatisch ausgesetzt.

Wie die SMP in einer Mitteilung schreiben, ist dies nun der Fall. «Dies wird dann in der September-Milchgeldabrechnung konkret zum Vorschein kommen (Versand Oktober 2019). Der Beitrag in den Fonds Rohstoffverbilligung bleibt jedoch unverändert», heisst es weiter.

Doch wie hoch der wegfallende Abzug tatsächlich ausfallen wird, hängt von der Milchverwertung ab. Die Abgabe in den Fonds wird nur auf nicht verkäste Milch («weisse Linie») von der BOM erhoben. Die SMP machen Beispiele: Bei 100 Prozent «nicht verkäster Milch» muss der Verarbeiter auf 100 Prozent der Milch 0.9 Rappen weniger an die BOM abliefern. Dieser Betrag steht den Produzenten zu. Bei 33 Prozent sind es noch 0.3 Rappen bezogen auf die gesamte Milchmenge (0.33 x 0.9), damit müsste der Produzentenpreis um 0.3 Rappen steigen.

Die SMP machen deutlich, dass der Wegfall dieser Abgabe der Milchverwerter an die BOM beim Produzenten ankommen muss und nicht irgendwo «versickern» darf. «Jede Verhandlungsdelegation muss deshalb genau hinschauen», mahnen die SMP.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE