28.03.2020 09:36
Quelle: schweizerbauer.ch - sal
Milchmarkt
Butterhersteller: Nichts Konkretes
Die Schweizer Milchproduzenten (SMP) wollen verhindern, dass bis Ende Jahr 2'000 bis 3'000 Tonnen Butter importiert werden müssen. Deshalb fordern sie, dass mehr Milch in den Butterkanal geleitet wird.

Das hiesse mehr A-Milch, für die der Preis besser ist, und weniger B-Milch, die bekanntlich sehr schlecht bezahlt wird. Der «Schweizer Bauer» hat die drei grossen Butterhersteller gefragt, ob sie dazu bereit sind. Die Züger Frischkäse AG hat nicht reagiert, die Firma Cremo verwies auf die Branchenorganisation Butter.

Nur Emmi hat geantwortet und Folgendes geschrieben: «Emmi ist sich ihrer Verantwortung in dieser Krise bewusst. Wir stehen seit Wochen in sehr engem Austausch mit unseren Kunden und haben die Produktion stark nachgefragter Milchprodukte maximiert. Zulasten welcher Produkte, hängt ebenfalls von der Nachfrage ab.

So werden aufgrund der aktuellen Rahmenbedingungen kaum mehr Gastronomie-Produkte nachgefragt. Die Produktionssteigerung von Rahm und Butter wird derzeit durch das verfügbare inländische Milchfett limitiert.» Die Basisorganisation BIG-M wirft den Milchverarbeitern vor, ihre Gewinne auf Kosten der Milchbauern zu maximieren. Mit dem Import von Butter lasse sich einerseits noch zusätzlicher Gewinn erzielen, während andererseits die Auslastung der Anlagen für die Überschussverwertung gut bleibe. Laut Marktkennern bestehen für die Verpulverung von Milch Überkapazitäten. 

 


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