25.02.2020 08:48
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Milch
EU-Milchprodukte weltweit begehrt
Die europäischen Exporteure von Milchprodukten haben 2019 meist mehr Ware in Drittländern absetzen können als im Jahr zuvor. Laut vorläufigen Daten der EU-Kommission stiegen die Magermilchpulververkäufe aufgrund der Auslagerung aus der Intervention um 146'350 t oder 17,9 % auf die neue Rekordmarke von 962'360 t.

Grösster Kunde war China mit 126'300 t, wobei die Lieferungen in die Volksrepublik um 37,6 % zulegten. Auch Indonesien, die Philippinen, Nigeria und Saudi-Arabien kauften bedeutend mehr Magermilchpulver in der Gemeinschaft. Der ehemals wichtigste Abnehmer Algerien rutschte mit einem Rückgang seiner Bezüge um fast 30 % auf 100'720 t auf Platz zwei der bedeutendsten Ausfuhrdestinationen.

Die Käseexporte der EU-Mitgliedstaaten blieben 2019 weiterhin auf Wachstumskurs. Insgesamt 879'700 t wurden in Drittstaaten abgesetzt, was gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 47'310 t oder 5,7 % bedeutete und so viel war, wie nie zuvor. Trotz der im Oktober 2019 verhängten Strafzölle blieben die USA wichtigster Käufer von EU-Käse; die Liefermenge über den Atlantik nahm gegenüber 2018 um 4,1 % auf 139'100 t zu.

Der stärkste relative Anstieg wurde indes im Geschäft mit der Ukraine verzeichnet; die Ausfuhren dorthin schnellten um fast 70 % auf 23'710 t nach oben. Japan als zweitwichtigster EU-Kunde kaufte mit 114'130 t gut 7 % mehr Käse. Deutlich zugenommen haben 2019 auch die Butterausfuhren der Gemeinschaft. Diese erhöhten sich im Vorjahresvergleich um 52'260 t beziehungsweise 40,9 % auf 180'200 t. Dabei bestellten die USA mit 33'860 t gut ein Fünftel mehr Butter in der EU; die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) steigerten ihre Bezüge sogar um mehr als 150 % auf 10'950 t.

Zum neuen Großkunden bei den EU-Anbietern wurde die Türkei mit einer Abnahmemenge von 10'110 t. Zudem stieg die Ausfuhr von Butteröl aus der EU um 12,3 % auf 31'100 t. Vollmilchpulver zählte hingegen, neben der Laktose zu den wenigen Erzeugnissen mit rückläufigem Drittlandsabsatz. Die Exporte nahmen im Vorjahresvergleich um 36'730 t oder 11,0 % auf 297'430 t ab. Neben der großen Konkurrenz des Wettbewerbers Neuseeland sorgte die Kaufzurückhaltung bei Kunden im Oman, Algerien, China oder der Dominikanischen Republik für das hier schwächere EU-Ausfuhrergebnis. Umfangreichere Verkäufe als 2018 erfolgten dagegen nach Nigeria und Kuwait. 

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