20.02.2015 13:35
Quelle: schweizerbauer.ch - wpf, ral
IGBS
Viele Spitzenkühe an der IGBS-Schau 2015
Anlässlich der Tier&Technik führt die IGBS Jahr für Jahr die Ausstellung und die Elite-Auktion durch. Auch für dieses Jahr konnten wieder 125 Top-Kühe ausgesucht werden. Die Ausgangslage ist spannend. schweizerbauer.ch berichtet ab 19 Uhr live für Sie von St. Gallen aus.

Aus über 160 gemeldeten Tieren konnten die Organisatoren der IGBS-Schau die schönsten 125 für St.Gallen selektionieren. Ein Blick in die Teilnehmerliste zeigt eine spannende Ausgangslage. Glenn Glena, die Seriensiegerin, wird nicht vor Ort sein, um ihren Titel zu verteidigen. Somit wird  es 2015 einen neuen IGBS-Champion geben. Auch in der Abteilung über 50'000kg Milch sind wieder einige erfahrene Schaukühe gemeldet, dort ergibt sich ebenfalls ein absolutes Spitzentreffen bekannter Kühe.

Hohe Anforderungen

Bekanntlich werden an der IGBS-Schau hohe Anforderungen an die Tiere gestellt. Alle Kühe müssen zu den besten 8Prozent der ganzen Population nach kg Eiweiss gehören. So hat ein Betrieb mit 20 Kühen im Normalfall nur knapp zwei Tiere, die derart hohe Anforderungen erfüllen. Diese müssen dann noch im passenden Laktationsstadium sein und gut aussehen.

Diejenigen Kühe, die in St.Gallen ausgestellt werden, sind für die Zucht sehr interessant. Bezüglich Zuchtwert sind sie absolut top, und auch exterieurmässig gehören sie zu den besten. Darum kommen  auch immer wieder viele Stierenmütter oder Tiere aus ganz bekannten Linien an die IGBS-Schau. In diesem Jahr sieht man Nesta Jalta-ET, die Vollschwester vom aktuellen Stier Nesta Joe, oder Zeus Ambra, die mit hohen genomischen Söhnen besticht, an der Schau.

Starke Leistungen

Beim Durchblättern des Ausstellungskataloges schlägt einem das Herz sofort um einiges höher. Die Zahlen der Tiere befinden sich auch in diesem Jahr auf einem enorm hohen Niveau. Die Kühe leisten im Durchschnitt pro Laktation knapp 9'000kg Milch mit 4,1 Prozent Fett und 3,6 Prozent Eiweiss. Nimmt man die Höchstleistung der Tiere, landet man bei extrem hohen 9'906kg Milch. 

Wie in jedem Jahr gibt es als Spezialabteilung wieder die 12'000-kg-Abteilung. In diesem Jahr qualifizieren sich neun Kühe dafür. In der Klasse mit Kühen über 50'000kg Milch starten in diesem Jahr ausserordentlich viele Tiere. 16 Kühe haben diese Grenze bereits erreicht. Die absolute Höchstleistung liegt bei 14'790kg Milch und wurde erreicht von Tau Zolivia aus dem Stall von Andreas Kurath, Libingen SG.

Kühe aus Österreich

Vier Kühe aus Österreich werden an der IGBS-Ausstellung auflaufen. Stefan Klocker aus dem Tirol, der fast jedes Jahr mit Tieren teilnimmt und auch schon Abteilungssiege mit Potter Pora oder ihrer Vollschwer Princesse gewinnen konnte, wird mit zwei Kühen anreisen. Darunter eine Tochter von Pora. German Nigsch aus dem Vorarlberg nimmt ebenfalls mit zwei Tieren teil. Payoff Kimi kann bereits als Favoritin bei den Erstlaktierenden gehandelt werden. Sie gewann die Vorarlberger Nightshow. 

Viele Glenn-Töchter

Bei den ausgewählten Kühen schafft Glenn Unglaubliches. So sind 28 Nachkommen von ihm an der Schau dabei. Weiter sind neun Töchter von Vigor, acht von Jongleur, sechs vom Newcomer Blooming und je fünf von Huray, Zaster und Nesta gemeldet. Bei Blooming muss man beachten, dass erst ganz junge Erstmelkkühe gekalbt haben und bereits sechs Töchter dabei sind. Unter den gemeldeten Tieren befinden sich hochkarätige Kühe wie Glenn Gabi, Agio Ontaria, Zando Zamora, Moiado Legassy, Tango Hera oder Zeus Palma.

Collection Corella will den Championtitel ein zweites Mal gewinnen. Aber auch die ehemaligen Junior Champions Gilberto Pilla und Huray Pirinia kennen das  Siegen auf der IGBS-Bühne. Weitere Kandidatinnen für Spitzenplatzierungen sind Alibaba Jasmin, Nesta Jalta, Julen Goldi, Vigor Nirvana, Agio Aspen, Jolden Patrizia, Zeus Aambra, Blooming Bes und Dorina sowie die Vorarlbergerin Payoff Kimi.

Richter aus Österreich

Als Richter konnte der Zuchtleiter von Braunvieh und Holstein Steiermark gewonnen werden. Hans Terler hatte schon viele Einsätze als Richter und ist ein richtiger Kuhnarr. Man darf also auf seine Arbeit gespannt sein.

Schon ganz selbstverständlich gibt es nach der Schau am Freitagabend an der Jungzüchterbar eine grosse Party. Einige feiern dort ihre Erfolge, die anderen geniessen einfach die Stimmung unter den Ausstellungsbesuchern. Auch in diesem Jahr gibt es wieder die beliebten Brown-Swiss-Power-Drinks. Damit werden müde Züchter wieder hellwach.

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