13.01.2020 10:28
Quelle: schweizerbauer.ch - khe
Pferdegesundheit
Würmer bilden rasch Resistenzen
Als Folge langjähriger Routineentwurmung haben Endoparasiten der Pferde wachsende Resistenzen entwickelt. Selektive Entwurmung soll nun sicherstellen, dass bestehende Mittel lange wirksam bleiben.

In der Schweiz gilt seit 1966 das Prinzip der Routineentwurmung. Dabei werden dem Pferd bis zu sechs Wurmkuren pro Jahr verabreicht. Eine Behandlungsstrategie, die sich lange Zeit bewährt hat. Doch ist gemäss Experten zu beachten, dass lediglich etwa 20% der Tiere von Kleinen Strongyliden, den wichtigsten Darmparasiten der Pferde, stärker befallen sind.

Zudem sind nur rund ein Drittel der Rösser ganzjährig auf der Weide und damit Kontaminationen ausgesetzt. Bei der Entwurmung «nach Plan» werden demnach zu viele Anthelminthika unnötig eingesetzt und nicht dem tierindividuellen Bedarf angepasst. Kleine Strongyliden und Spulwürmer bilden rasch Resistenzen. Bereits heute bestehen gegen alle vier chemischen Wirkstoffklassen zur Parasitenbekämpfung bei Pferden Resistenzen. Das FiBL empfiehlt daher selektive Entwurmung. Zur Identifikation befallener Tiere können tierindividuell Kotproben im Labor untersucht werden. 

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