24.09.2020 14:56
Quelle: schweizerbauer.ch - blu/mgt
Nutztiere
Schafe und Ziegen: 6 Fakten
Durch die neue Meldepflicht seit Anfang 2020 von Schafen und Ziegen hat die Identitas AG erstmals Daten einer Analyse unterzogen. Die Ergebnisse stellt sie nun auf ihrer Plattform Tierstatistik kostenlos zur Verfügung.

Halter von Schafen und Ziegen müssen seit Anfang 2020 Geburten und Bewegungen auf Stufe Einzeltier in der Tierverkehrsdatenbank (TVD) melden. Die Betreiberin der TVD, die Identitas AG, hat die Daten analysiert und stellt diese der Öffentlichkeit in aggregierter Form auf der Plattform Tierstatistik zur Verfügung. 

Gemäss Identitas zeigen die Ergebnisse, dass die Halter die Meldepflicht pflichtbewusst umgesetzt haben. Die Daten der TVD passen auch zu den Strukturdaten des Bundesamts für Statistik. «Auch die Bestellungen der Ohrmarken sowie die Schlachtungsmeldungen bewegen sich im Bereich der bekannten und erwarteten Werte», schreibt Identitas.

Die Eckwerte und Trends könnten die Akteure der Schaf- und Ziegenbranchen in der Entscheidungsfindung unterstützen, heisst es weiter. Die Identitas hat die wichtigsten Erkenntnisse seit Anfang Jahr zusammengefasst:

  • Seit Januar 2020 wurden insgesamt rund 332'000 Schafe erstregistriert und 181'000 Geburten gemeldet. In derselben Zeitperiode wurden rund 107'000 Schafe geschlachtet.

  • Seit Januar 2020 wurden insgesamt rund 80'000 Ziegen erstregistriert und 53'000 Geburten gemeldet. In derselben Zeitperiode wurden rund 29'000 Ziegen geschlachtet.

  • Der Kanton Bern hält vor Graubünden, Wallis und St. Gallen am meisten Schafe. Bei den Ziegen führt wiederum der Kanton Bern die Bestände an, gefolgt von Graubünden, St. Gallen und Tessin.

  • Rund 9'500 Tierhaltungen mit Schafen und 6'700 Tierhaltungen mit Ziegen melden auf die neue, erweiterte TVD für Kleinwiederkäuer. 

  • Bei den Schafen dominieren das Weisse Alpenschaf, das Schwarzbraune Bergschaf, das Braunköpfige Fleischschaf sowie das Walliser Schwarznasenschaf die Bestände. Viele kleinere Bestände kommen addiert auf substanzielle Anteile des heutigen Schafbestandes. Bei den Milchschafen sind vornehmlich Lacaune und Ostfriesische Milchschafe zu verzeichnen.

  • Bei den Ziegen dominieren die Gämsfarbige Gebirgsziege, die Saanenziege sowie die Bündner Strahlenziege. Kleinere Bestände weisen viele, teilweise auch bedrohte lokale Ziegenpopulationen auf. Auffällig ist der relativ hohe Bestand der als Fleischrasse bekannten Burenziege.

 

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