29.10.2020 17:33
Quelle: schweizerbauer.ch - mgt/blu
Datenbank
TVD: Viele korrekte Registrierungen
Schaf- und Ziegenhaltende müssen seit diesem Jahr alle Bewegungen ihrer Tiere in der Tierverkehrsdatenbank (TVD) erfassen. Die meisten Tiergeschichten weisen einen korrekten Status auf.

Die Bilanz des TVD-Betreibers Identitas fällt positiv aus: Der Grossteil der Schaf- und Ziegenhalter hat sämtliche Geburten, Zu- und Abgänge, Ein- und Ausfuhren sowie Verendungen und Schlachtungen seiner Tiere auch nach der Sömmerung korrekt gemeldet.

Keine Gebühren bei fehlenden Meldungen bis Ende Jahr

Nur knapp fünf Prozent aller Tiergeschichten von Schafen und Ziegen weisen in der TVD einen fehlerhaften Status auf. Dies sei keine Selbstverständlichkeit, denn die Meldepflicht für Kleinwiederkäuer gelte im Vergleich zu jener für andere Nutztiere wie Rinder und Equiden erst seit anfangs Jahr, schreibt Identitas in einer Mitteilung.

Ende Jahr läuft die Übergangsfrist für die Erstregistrierung von Schafen und Ziegen ab. Pro fehlende Bewegungsmeldung wird ab 1. Januar 2021 eine Gebühr von fünf Franken erhoben. Weist ein Tier bei seiner Schlachtung eine fehlerhafte Tiergeschichte in der TVD auf, entfällt ebenfalls der Entsorgungsbeitrag von 4.50 Franken pro Tier. So sieht es die Gebührenordnung des Bundes vor.

Bewegungen korrekt erfassen

Schlachtbetriebe können demjenigen Tierhalter, bei dem das Tier vor der Schlachtung war, den nicht erhaltenen Entsorgungsbeitrag in Rechnung stellen. "Deshalb lohnt es sich, den Status der Tiere in der TVD zu prüfen", heisst es weiter. 

Im Auftrag des Bundes

Die Einführung der TVD für Schafe und Ziegen geht auf einen parlamentarischen Vorstoss zurück. Die Identitas AG hat das TVD-Erweiterungsprojekt im Auftrag des Bundesamts für Landwirtschaft (BLW) und des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) umgesetzt. Dabei hat eine Begleitgruppe aus Expertinnen und Experten der Schaf- und Ziegenbranche die Anforderungen der künftigen Nutzenden eingebracht.

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