5.07.2020 08:50
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Deutschland
Schutzimpfung ist wichtig
Für den vorbeugenden Gesundheitsschutz sind Impfungen bei Mensch und Tier unverzichtbar. Mehr als 100 verschiedene Tierkrankheiten liessen sich bereits durch Impfung verhindern und das über nahezu alle Tierarten hinweg.

Für den vorbeugenden Gesundheitsschutz sind Impfungen bei Mensch und Tier unverzichtbar, denn Prävention ist immer besser als HeilungDarauf hat der Bundesverband für Tiergesundheit (BfT) in Bonn hingewiesen. Mehr als 100 verschiedene Tierkrankheiten liessen sich bereits durch Impfung verhindern und das über nahezu alle Tierarten hinweg.

Erkrankungen wie die Rinderpest hätten sogar ausgerottet werden können; andere Infektionen seien gut zu kontrollieren oder auf bestimmte Regionen zu begrenzen. Für die menschliche Gesundheit sei das von enormer Bedeutung, betonte der BfT, denn nahezu zwei Drittel aller bekannten Erreger, die beim Menschen eine Krankheit auslösen könnten, stammten ursprünglich vom Tier.

Verbreitung der Erreger

Schnelles Bevölkerungswachstum, zunehmende Mobilität, internationaler Handel sowie Klimaveränderungen erhöhten das Risiko, dass sich neue Erreger schnell verbreiteten. Könnten dabei Mensch und Tier infiziert werden, stelle dies eine besondere Gefahr dar, was nicht zuletzt die Corona-Pandemie gezeigt habe, deren Ursprung und Übertragungswege allerdings noch nicht endgültig geklärt seien.

Klar sei jedoch, dass hier ein Schutz durch Impfung ein gesellschaftliches Leben ohne Beschränkungen ermöglichen würde. Auch in der Tiermedizin sei die Impfung ein Schlüsselinstrument. Angesichts der globalisierten Reise- und Handelsaktivitäten und des Klimawandels bestehe das Risiko, dass bisher in Europa unbekannte Tierkrankheiten aufträten, warnte der BfT.

Neue Impfstoffe entwickeln

Vorsorgliche Massnahmenpläne, die eine schnelle Reaktion bei aufkommenden Infektionen ermöglichten, seien daher wichtig. Denn nicht immer gelinge es, wie beispielsweise bei der Infektion mit dem Schmallenbergvirus, in sehr kurzer Zeit einen völlig neuen Impfstoff zu entwickeln und die Krankheit zum Erliegen zu bringen.

Sei ein Impfstoff bereits entwickelt, könnten Impfstoff- oder Antigenbanken die Zeit verkürzen, um ausreichende Impfstoffmengen im Falle eines Ausbruchs bereitzustellen. Auch für Haustiere seien regelmässige Impfungen gegen die wichtigsten Krankheiten wichtig, betonte der BfT. Das Tier sei dann geschützt, aber auch das Krankheitsrisiko für andere Tiere in der Umgebung werde gesenkt und Mensch und Tier könnten unbeschwert zusammenleben. 

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