17.12.2019 09:16
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Graubünden
Hirsch mit 6 Kilo Plastik im Magen
Bei Arosa GR musste Anfang Dezember ein verhaltensauffälliger Hirsch getötet werden. Im Magen des Tieres wurden 6 Kilo Plastikabfall gefunden. Ausgelegtes Futter könne fatale Auswirkungen haben, warnt der Kanton Graubünden.

Das Prozedere wiederholt sich jedes Jahr. Beim ersten Schnee tauchen Hirsche in der Nähe von Siedlungen auf. 

Der Kanton Graubünden nennt in einem Communiqué den Grund und warnt zugleich: «Sei es falsche Tierliebe oder Nachlässigkeit, das Futterangebot im Siedlungsgebiet kann für die Hirsche fatale Konsequenzen haben.»

Die Tiere würden durch Vogelhäuschen, Komposthaufen oder andere Futterquellen angelockt. Welche Konsequenzen dies hat, zeigte sich bei einem Hirsch, der Anfang Dezember aufgrund seines Verhaltens zum Sicherheitsrisiko wurde und anschliessend getötet werden musste.

Im Magen wurden nicht weniger als 6 Kilo Plastikabfall gefunden: Plastikhandschuhe, Schnüre, Vogelfutternetze und vieles mehr. Das Plastik befand sich teilweise bereits während Jahren dort.

Der Kanton Graubünden ruft in Erinnerung, dass das Bündner Jagdgesetz aktive und passive Wildtierfütterungen verbietet. Für die Tiere führe dies zu Gefahren, beispielsweise beim Queren von Strassen und Gleisen. Mit dem ausgelegten Futter nehmen die Tiere ausserdem Plastikteile und andere Abfälle auf, welche sie nicht mehr ausscheiden können.

Die Tiere seien aber auch eine Gefahr für Menschen, warnt der Kanton. Die Hirsche würden die Scheu vor Menschen verlieren und bei Anwesenheit nicht mehr fliehen.

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