23.09.2020 08:44
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Nordsee
Mit Felsbrocken gegen Fischer
Aus Protest gegen zerstörerische Fischerei haben Aktivisten der Umweltorganisation Greenpeace am Dienstag damit begonnen, von einem Schiff aus grosse Felsbrocken in die Nordsee zu werfen.

Die Steine sollen eine Barriere bilden und das Fischen mit schweren Netzen am Meeresboden behindern, wie die Organisation erklärte. Diese Art der Fischerei stuft Greenpeace als besonders schädlich für das Ökosystem des Meeres ein. 

Die beschwerten Netze werden in der kommerziellen Fischerei bevorzugt genutzt, da sich mit ihnen in einem Schwung grosse Mengen an Fischen fangen lassen. Die Aktion fand an der Sandbank Doggerbank statt, einer besonders geschützten Region in der Nordsee östlich von England.

Die Barriere solle die Fischernetze abfangen und sie zerstören, Fische und andere Meereslebewesen dabei aber nicht beeinträchtigen, so Greenpeace. Im Bereich der Sandbank leben Krabben, Seesterne, Plattfische, aber auch Delfine.

Die Organisation erklärte, man werde die Felsbrocken entfernen, wenn die britische Regierung geeignete Massnahmen für den Schutz der Meere ergreife. Die zuständige britische Umweltbehörde teilte mit, man wolle strengere Schutzmassnahmen ergreifen. Der Austritt aus der EU und die Kontrolle über die Gewässer werde dies erleichtern. Die Fischerei gilt in den stockenden Verhandlungen über einen Handelspakt zwischen der EU und Grossbritannien als besonders strittiges Thema.

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