4.04.2020 18:15
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Corona
Urlaub für Armeeangehörige
Im Kampf gegen das Coronavirus leisten inzwischen 4900 Armeeangehörige Assistenzdienst. Tatsächlich im Einsatz sind derzeit nur 1300. «Warten ist nicht sehr sexy», sagte Brigadier Raynald Droz am Samstag vor den Bundeshausmedien. Es gehöre aber zur Mission.

Diese dauert vorerst bis zum 30. Juni. Verteidigungsministerin Viola Amherd hatte am Samstag bekanntgegeben, dass nicht alle geleisteten Diensttage angerechnet werden. Dafür hatte Droz eine gute Nachricht für die Armeeangehörigen: Seit 1. April werden in begründeten Fällen individuelle Urlaube gewährt. Zudem erhalten die Armeeangehörigen ab Mitte April zwei Tage Urlaub ungefähr alle zwei Wochen - «falls es die Situation erlaubt», wie Droz präzisierte. Bisher waren keine Urlaube vorgesehen gewesen.

Das soll den Druck auf die Armeeangehörigen etwas lindern. Die Belastung sei gross, sagte Droz. Die Armee hat inzwischen rund 30 Angehörige des psychologischen Dienstes aufgeboten, an die sich die Soldaten mit ihren Sorgen wenden können.

4000 der Aufgebotenen gehören den Sanitätstruppen an. Laut Droz gibt es noch eine Reserve von 1000 Personen. Rund 600 Armeeangehörige unterstützen das Grenzwachtkorps oder werden beim Botschaftsschutz eingesetzt. Hinzu kommen die Angehörigen des Generalstabs. Laut Droz haben die Kantone inzwischen 324 Anfragen an die Armee gerichtet. 93 davon sind laut Droz schon erledigt.

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