21.02.2020 17:37
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Zürich
380'000 Franken für Bauernfamilie
Der Weiler Unterer Wolfisberg bei Bauma ZH wurde am 10. Februar durch einen Grossbrand vollständig zerstört. Mehrere landwirtschaftliche Gebäude brannten nieder. Die Bevölkerung zeigt grosse Solidarität.

«Täglich treffen Hunderte von kleineren und grösseren Spenden aus der ganzen Schweiz auf dem vom Gemeinderat eingerichteten Spendenkonto ein», teilt die Gemeinde Bauma auf ihrer Website mit.

Futtermittel, Tiere und Mobiliar

Bis am 18. Februar gingen Spenden in der Höhe von 380'000 Franken ein. Neben Mobiliar, Bekleidung, landwirtschaftlichen Geräten und Fahrzeugen wurden den Betroffenen auch Futtermittel, Nutztiere und Anderes angeboten. Der Bedarf an Mobiliar und Bekleidung ist nun gedeckt.

Der Gemeindepräsident von Bauma, Andreas Sudler, ist sehr glücklich über die grosse Solidarität. «Das ist überwältigend und gibt den Betroffenen Kraft und Zuversicht. Die Schweiz ist Bauma und Bauma ist die Schweiz. Ich kann nur von ganzem Herzen Danke sagen.»

Sturm fachte Feuer zusätzlich an

Der Generationenbetrieb ging an jenem Montagmorgen innert kurzer Zeit in Flammen auf. Gegen 7.30 Uhr brach das Feuer im Weiler Unterer Wolfsberg aus. Als die Einsatzkräfte um 8 Uhr am Brandort eintrafen, stand eine Scheune bereits in Vollbrand.

Sturm «Sabine» hat dazu geführt, dass die Flammen sehr rasch auf andere Gebäude übergegriffen haben. Sämtliche Gebäude des Weilers Unterer Wolfsberg, bis auf einen kleinen Stall, fingen Feuer. Der Bauernhof, ein Stall und drei Agrargebäude brannten bis auf die Grundmauern nieder. Das Feuer hat den Weiler ausgelöscht.

Die meisten Tiere gerettet

Rund 60 Rinder, Schafe, Ziegen und Hühner konnten vor den Flammen gerettet werden. Ein Schaf, zwei Ziegen sowie ungefähr zehn Gänse und Truthühner überlebten den Brand nicht. Zwei Kälber erlitten Brandverletzungen, die Tiere wurden zur Behandlung ins Tierspital gefahren.

Lebenswerk zerstört

Die Familie Frauchiger, die den Hof in der dritten Generation führt, steht vor dem Nichts. Das Lebenswerk wurde zerstört. «In einer Stunde verlor ich meine ganze Existenz», sagt Walter Frauchiger zu «Blick». 2018 hat er den Hof seinem Sohn Remo übergeben. Doch nun ist alles zerstört. «Nichts ist mehr übrig. Wir konnten nur die Tiere retten», erklärt Remo Frauchiger. 

Die Tiere sind derzeit bei Bauern in der Region untergebracht. Die Brandursache ist derzeit noch unklar. Der Sachschaden geht in die Millionen. 

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