17.03.2019 20:15
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Schwyz
Abgetrennte Zitze bleibt Rätsel
Vergangenen Sonntag wurde einer Kuh von Landwirt Beat von Rickenbach eine Zitze abgetrennt. Sie musste ins Tierspital. Nun darf sie bald nach Hause. Wie es zur Verletzung kam, bleibt ungeklärt.

Diesen Tag wird der Landwirt aus Steinerberg SZ nicht so schnell vergessen. Bei einer seiner 30 Milchkühe fehlte am Morgen des 10. März eine Zitze. «Ich war schockiert und persönlich kann ich nicht glauben, dass ein Mensch einem Lebewesen so etwas antun kann», sagte von Rickenbach letzte Woche zum «Bote der Urschweiz».

«Win for me» bald wieder zurück


Möglich wäre es, dass sich jemand über Nacht Zutritt zum Stall verschafft hat. Dafür sprechen könnte: Von der abgetrennten Zitze fehlt jede Spur. Der Landwirt macht bei der Polizei eine Anzeige gegen Unbekannt.

Die Kuh wurde ins Tierspital eingeliefert und operiert. Sie ist auf dem Weg der Besserung. Die dreieinhalbjährige «Win for me» darf kommende Woche nach Hause. «Es geht ihr gut und nächste Woche wird sie zurück nach Steinerberg geholt», sagt Landwirt Beat von Rickenbach zu «20 Minuten».

Aussergewöhnlich nahe am Euter


Ob ein Tierquäler am Werk war, bleibt ungeklärt. Die Polizei konnte bisher nicht Neues in Erfahrung bringen. «Was in dieser Nacht genau passiert ist, wird wohl nie ans Tageslicht kommen», sagt der Landwirt.

«Anhand der Verletzung kann nicht gesagt werden, wie sie zustande kam», sagt Tierarzt Ulrich Bleul vom Tierspital der Universität Zürich. Zwar komme es immer wieder vor, dass sich Kühe solche Verletzungen selbst zufügten oder eine andere Kuh auf eine Zitze einer liegenden Kuh trete. «Das Spezielle an diesem konkreten Fall ist, dass diese Zitze so nahe am Euter entfernt wurde», sagte der Tierarzt zu «20 Minuten». 

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