11.11.2018 15:46
Quelle: schweizerbauer.ch - khe
Zürich
Demo gegen Pelzmode
Am Samstag fand in Zürich die zweite grosse Anti-Pelz-Demonstration satt. Mit dabei waren rund 400 Teilnehmer.

Echtpelz-Mode liegt weiterhin im Trend: Wenn auch viele grosse Modelabels aus dem Pelzgeschäft aussteigen, konnten in der Schweiz politisch noch keine Erfolge verzeichnet werden, erklärt die Anti Fuer League, eine Gruppe von engagierten Schweizer Pelzgegnern, in ihrer Mitteilung. 

Wie die Stiftung für das Tier im Recht gezeigt habe, sei eine wirtschaftlich rentable Produktion von Pelzwaren zwangsläufig mit immensem Leid für die Tiere verbunden, ob in der Zucht oder bei der Jagd. Es gebe keine “faire” oder “artgerechte” Form der Pelzproduktion, weder in China noch in der Schweiz, egal mit welchen Labels sich die Pelz-Produzenten schmücken würden.

Die im 2013 eingeführte Deklarationspflicht für Pelz solle Transparenz schaffen und Konsumenten sensibilisieren, habe aber keinerlei Wirkung gezeigt. Kaum ein Geschäft deklariere Pelze korrekt, und die Verkaufszahlen würden weiter steigen. So gebe es  seit Jahren immer wieder politische Vorstösse, um auf ein Importverbot von tierquälerisch erzeugten Produkten hinzuarbeiten, erklärt die Gruppierung weiter. 

Aus ihrer Sicht bleibe der Bundesrat stur. Drei Jahre lang habe er sich Zeit gelassen, auf das Postulat von Ständerätin Pascale Bruderer (SP) zu reagieren. Nun liege der Bericht vor. Das Fazit sei ernüchternd. Der Bundesrat dementiert, ein Importverbot sei mit den internationalen Handelsbedingungen nicht vereinbar.

Die Anti Fuer League vertritt die Meinung, dass dies gerade im Bezug auf Pelz, nichtstimmt.  Die Stiftung für das Tier im Recht habe das ausführlich aufgegezeigt.

Die Gruppierung findet es unakzeptabel, dass trotz der Tatsache, dass eine grosse Mehrheit der Schweizer Bevölkerung die tierquälerischen Methoden der Pelzindustrie ablehne, hierzulande weiterhin ein Produkt produziert und verkauft wird, dessen Produktionsmethoden in der Schweiz rechtlich den Tatbestand der Tierquälerei erfülle.

Aus diesem Grund veranstalten sie am Samstag eine Anti-Pelz-Demonstration in der Zürcher Innenstadt. Rund 400 Personen nahmen daran teil. Ihr Anliegen "Lebewesen sollen nicht zu Dekorationszwecken gezüchtet und getötet werden" machten sie lautstark geltend. 

 

 

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