23.02.2020 09:35
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Österreich
Ei-Skandal in Niederösterreich
Ein eierverarbeitender Betrieb im niederösterreichischen Bezirk Amstetten steht im Verdacht, verdorbene Eier zu Eigemisch verarbeitet und an Bäckereien sowie Hersteller von Nudeln und Gefrierkost verkauft zu haben.

Nach dem Vorliegen erster Informationen zu den Betrugsermittlungen, die laut Medienberichten nach der Anzeige durch einen Privatdetektiv in Gang kamen, wurden vergangene Woche von der Lebensmittelaufsicht Niederösterreich in Abstimmung mit der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) sofortige Untersuchungen angeordnet und durchgeführt.

Der zuständige Gesundheits-und Verbraucherschutzminister Rudolf Anschober wies am vergangenen Donnerstag darauf hin, dass nach Vorliegen der Untersuchungsergebnisse die entsprechenden Konsequenzen überlegt und gezogen würden.

„Grundsätzlich geht es um mehr Sicherheit und Transparenz für Konsumentinnen und Konsumenten beim Verzehr von Eiern und Produkten, die Eier als Zutat enthalten“, stellte Anschober klar. Hier gebe es seit Jahren eine hervorragende Kennzeichnung von im Handel zu beziehenden frischen Eiern aus Österreich.

Das Problem sei vielmehr die fehlende Kennzeichnung von Eiprodukten und daraus hergestellten Waren in der Gastronomie und in öffentlichen Küchen. Hier seien dringend mehr Transparenz und damit mehr Kontrollmöglichkeiten durch die Verbraucher erforderlich. Mittlerweile hat die Staatsanwaltschaft St. Pölten Ermittlungen aufgenommen. Da von dem Betrieb auch Ware nach Deutschland geliefert wurde, ist die Staatsanwaltschaft in München ebenfalls aktiv geworden.  

 

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