16.03.2019 15:25
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Deutschland
Gefahr durch Zecken wächst
Auf die wachsende Gefahr durch Zecken hat der Bundesverband für Tiergesundheit (BfT) hingewiesen. Bereits 2018 habe man in Deutschland eine neue Rekordzahl an Zecken gesichtet.

Für das jetzt laufende Jahr erwarteten Experten ein weiteres Wachstum des Bestands. Auch bislang seltene Zeckenarten wie die Auwaldzecke breiteten sich immer weiter aus. Bedingt durch den Klimawandel gebe es darüber hinaus in Deutschland neue Arten wie die Braune Hundezecke, die aus dem Mittelmeerraum eingetragen worden sei, berichtete der Bundesverband.

Selbst von tropischen Zecken der Gattung Hyalomma seien 2018 einzelne Exemplare auf deutschem Gebiet gefunden worden. Man gehe davon aus, dass die vergleichsweise grossen Tiere mit den auffällig gestreiften Beinen vermutlich von Vögeln eingeschleppt worden seien. Problematisch seien die invasiven Zeckenarten deshalb, weil sie Krankheitserreger in sich tragen könnten.

So könnten sich Hunde über die Auwaldzecke mit der Babesiose anstecken. Bei einem der in Deutschland 2018 gefundenen Exemplare der Gattung Hyalomma habe man das Bakterium Rickettsia aeschlimannii gefunden, den Erreger des gefährlichen Zecken-Fleckfiebers beim Menschen. Und auch der in Deutschland heimische Holzbock könne Krankheiten übertragen, etwa Borreliose, Anaplasmose und Frühsommer- Meningoenzephalitis (FSME). Der BfT rät zu einem ganzjährigen Schutz vor Zecken, am besten mit einem zugelassenenTierarzneimittel.

Zecken könnten nämlich ganzjährig überleben. Richtig aktiv würden sie bei steigenden Temperaturen im Frühling, wobei bereits einstellige Temperaturen ausreichten.

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