27.02.2020 06:02
Quelle: schweizerbauer.ch - pd
Solothurn
Info: Feuer auf dem Bauernhof
Bauernhöfe sind besonders gefährdet für verheerende Brände. Der landwirtschaftliche Verein Niederamt traf sich zu einem Austausch mit dem Kantonalen Feuerwehrinspektor und Spezialisten für Brandschutz und Brandermittlung.
Die Werkstatt auf dem Böschhof der Gebrüder Meier in Niedergösgen SO war gut gefüllt. Rund 60 Landwirte und eingeladene Kader der Feuerwehren trafen sich, um sich über das richtige Verhalten, die Gefahren und Schwierigkeiten bei Hofbränden auszutauschen. 

Rolf Häfliger vom kriminaltechnischen Dienst Brandermittlung, zeigte anhand von Beispielen in der Vergangenheit Gefahren auf. Laut Statistik werden die meisten Brände durch Elektrizität und Blitze ausgelöst. Besonders Akkuladegeräte, Kabel und Batteriedefekte verursachen meistens verheerende Feuer. Auf dem Hof kann sich das Feuer zudem durch Heu und Staub sehr schnell ausbreiten. 

Maschinen mit Verbrennungsmotoren

Daniel Flury, Brandschutzexperte SGV, empfiehlt deshalb, einmal monatlich den gesamten Betrieb auf defekte Kabel und andere Gefahrenherde zu untersuchen. Ausserdem sollten sämtliche elektrischen Geräte an einem FI Schutzschalter angeschlossen sein und die Blitzschutzanlagen periodisch überprüft werden. Maschinen mit Verbrennungsmotoren wie Traktoren, Hoflader etc. sollten nicht in der Scheune, sondern in einer Remise mit Brandschutzmauer abgestellt werden. 

Markus Grenacher, Feuerwehrinspektor, zeigte auf, wie beim Ausbruch des Brandes gehandelt werden soll. Besonders die Tiere stellen für die Feuerwehr eine Herausforderung dar, da sie bei einem solchen Ereignis meist irrational reagieren. Die Unterstützung von benachbarten Landwirten kann die Situation entschärfen. Ausserdem kann der Betriebsleiter die Feuerwehr unterstützen, indem er auf besondere Gegebenheiten des Hofes aufmerksam macht. Die Feuerwehr kommt so zu einem taktischen Vorteil. 

 

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