30.07.2013 10:14
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Witterung
Juli 2013 war zu warm und zu trocken
Trotz Temperatursturz und starkem Regen in den letzten Tagen: Der Juli 2013 war nach Angaben von Meteorologen zu warm. Alle Rekorde konnte er aber nicht schlagen: 1983, 1994 und 2006 war der Juli wärmer. Auch die heissen Temperaturen vom Hitzesommer 2003 blieben unerreicht.

Im Norden war der Juli im Vergleich zum Mittel der Jahre 1981 bis 2010 rund 2 Grad zu warm, in Schaffhausen gar um 2,5 Grad. Im Süden und in den Bergen lagen die Temperaturen rund 1,5 Grad über dem Referenzwert. 

SRF Meteo meldet einen 2,5 bis 3 Grad zu warmen Juli. Als Vergleich diente den SRF-Meteorologen allerdings der Zeitraum von 1961 bis 1990. Der vergangene Samstag war der heisseste Tag seit dem 13. August des Sommers 2003. 

Relativ viele Gewitter...

Nicht nur die rekordverdächtige Hitze am Wochenende trug zum übermässig warmen Juli bei. Fast alle Tage des Monats waren zu warm, wie Meteomedia feststellte. Über die Jahre gesehen ist der zu Ende gehende Juli deshalb der viertwärmste seit Messbeginn. Nur in den Jahren 1983, 1994 und 2006 war der Juli wärmer. 

Das Wetter war im Juli zwar warm, aber oft schwül, und es gewitterte relativ oft, wie Joachim Schug, Leiter der Meteocentrale von Meteomedia, ausführte. «Es gab nur sechs Tage, an denen es in der Schweiz kein Gewitter gab.» Die Schweizer Unwetterzentrale registrierte laut Schug landesweit 46'075 Blitzeinschläge. 

...aber trotzdem zu trocken

Dennoch war der Juli an vielen Orten zu trocken: In Siders im Zentralwallis zum Beispiel fielen knapp 30 Liter Regen pro Quadratmeter. Im Gebiet zwischen dem Muotathal und dem Alpstein in der Ostschweiz waren es über 200 Liter pro Quadratmeter. 

Erstaunlich ist laut SRF Meteo, dass im Niederamt im Kanton Solothurn zeitweise Waldbrandgefahr herrschte, und das, obwohl der Juli in dieser Region insgesamt nässer war als im Durchschnitt. Die Lösung: Von den registrierten 147 Litern Regen pro Quadratmeter fielen nicht weniger als 127 Liter am vergangenen Wochenende. 

Im Westen zu nass 

Laut SRF Meteo war es vor allem im Osten und in weiten Teilen der Alpen insgesamt zu trocken. Im Westen dagegen liess der starke Regen am Sonntag und Montag den Juli als im Vergleich zu nass ausfallen - und das, obwohl die Sonne in der Romandie und im Tessin überdurchschnittlich oft schien, nämlich 20 Prozent mehr als üblich. 

Laut Meteomedia gab es im Nordtessin und auch auf den Alpengipfeln rund 200 sonnige Stunden, und in der Nordostschweiz 350 Sonnenscheinstunden. Das waren laut Meteomedia 50 bis 100 Stunden mehr als üblich.

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