22.12.2018 10:44
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Detailhandel
Keine Zigis an Jugendliche
Die Detailhändler Coop, Valora und Valora verstärken den Jugendschutz: Ab Januar werden Zigaretten und andere Tabakprodukte sowie E-Zigaretten nur noch an Volljährige verkauft. Die Detailhändler setzen damit eine für Januar geplante Branchenvereinbarung vorzeitig um.

Coop, Denner und der Kioskkonzern Valora erhöhen damit das Mindestalter freiwillig auch in jenen Kantonen, in denen sie Tabakprodukte bislang auch an mindestens 16-Jährige verkauften. Das Abgabealter für den Verkauf von Tabak ist in der Schweiz kantonal geregelt. Entsprechend variiert das Mindestalter.

Bundesrat will Verbot


In neun Kantonen gilt bereits heute eine Alterslimite von 18. Die restlichen 15 Kantone haben entweder eine Alterslimite von 16 Jahren oder gar keine Beschränkung. Bei Coop und Valora gilt die neue Regelung ab dem 1. Januar. Denner erhöht das Mindestalter per 7. Januar.

Die drei Detailhändler greifen damit einer Branchenregelung und neuen Gesetzten vor. Die Vereinigung schweizerische Tabakwarenhandel (Swiss Tobaco) hat gemäss Mitteillungen der Detailhändler eine entsprechende Branchenvereinbarung ausgearbeitet, deren Umsetzung im ersten Quartal geplant ist. Anlass dazu ist unter anderem das neue Tabakproduktegesetz.

9500 Personen Tote


Der Bundesrat will den Verkauf von Zigaretten an unter 18-Jährige verbieten. Er hat die Botschaft für das so Tabakproduktegesetz Ende November dem Parlament zugestellt. Wann es in Kraft treten soll, ist noch unbekannt.

E-Zigaretten dürfen schon heute nicht an Minderjährige verkauft werden. Darauf hat sich die Branche im Herbst in einem Codex geeinigt, der am 1. Oktober in Kraft trat. Auch auf Werbung, die sich an Minderjährige richtet, wollen die Unterzeichner der Vereinbarung verzichten.

In der Schweiz rauchen laut Bundesamt für Gesundheit (BAG) über 2 Millionen Menschen oder rund ein Viertel der Bevölkerung. Rund 9500 Personen sterben jedes Jahr vorzeitig an den Folgen des Tabakkonsums - das entspricht 15 Prozent aller Todesfälle im Land. Todesursachen sind bei diesen Menschen Atemwegserkrankungen, Krebs oder Herzkreislauf-Erkrankungen.

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