8.10.2019 19:24
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Deutschland
Kuh sorgt in Stadt für Chaos
In der ostdeutschen Stadt Görlitz sorgten am Montag vier entlaufene Rinder für Aufregung. Die Einsatzkräfte hatten ihre liebe Mühe, die Tiere wieder einzufangen. Ein Rind setzte sich kurzzeitig gar nach Polen ab. -> Mit Video

Die Tiere waren am Montagmittag von einem Bauernhof ausgebrochen und waren anschliessend in verschiedenen Richtungen unterwegs. Eine Kuh erwies sich dabei als besonders störrisch, berichtet der MDR.

Aber der Reihe nach: Gegen 16 Uhr wurden die Einsatzkräfte über freilaufende Rinder informiert. Insgesamt konnten 2 Kühe und 2 Kälber entkommen. Das erste Paar konnte vom Landwirt nach rund einer Stunde eingefangen werden.

Beim zweiten Paar trennten sich Kuh und Kalb. Das Kalb befand sich wenig später gemäss tag24.de im Bereich einer Bahnstrecke. Diese musste zeitweise sogar stillgelegt werden. Das Kalb begab sich dann zu einem Betonwerk. Dort wurde es in Absprache mit dem Besitzer schliesslich getötet.

Kuh Elma hingegen machte sich auf den Weg in Richtung Innenstadt. Sie liess sich nicht von Streifenwagen aufhalten. Sie durchbrach die Sperren und lief weiter in Richtung Altstadt. Menschen kamen nicht zu Schaden. Anschliessend verliess das Zentrum von Görlitz wieder. 

Auf ihrer weiteren Flucht traf sie auf Pferde. Diese scheuchte sie auf. Die Rösser brachen aus der Weide aus, konnten aber kurze Zeit später wieder eingefangen werden.

Elma hingegen hatte nicht genug. Nun begab sie sich zum Fluss Neisse. Diesen durchquerten sie. Sie betrat anschliessend polnisches Territorium. Doch offenbar war es ihr dort nicht so wohl. Am frühen Dienstagmorgen kehrte die Kuh nach Deutschland zurück.

Gegen 5.15 Uhr gelang es einem Tierarzt, die Ausreisserin zu betäuben. Nach insgesamt fast 14 Stunden auf der Flucht wurde die Kuh eingefangen und zu ihrem Besitzer zurückgebracht. 

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