16.01.2020 20:31
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Deutschland
Landwirt fiel auf Betrug herein
Ein Landwirt aus Bayern wollte im Internet einen Traktor kaufen. Doch das vermeintliche Schnäppchen entwickelte sich zu einem Albtraum.

Anfang Januar schaute sich ein Landwirt aus dem Unterallgäu im Web nach einem Traktor um. Wie die «Augsburger Allgemeine» berichtet, entdeckte er auf einer Internetseite einen Deutz-Fahr-Schlepper. 

8000 Euro

Dieser entsprach seinen Vorstellungen, und auch der Preis von 8000 Euro (8700 Fr.) hörte sich gut an. Das Fahrzeug befand sich gemäss dem Inserat aber in Polen. Doch das schreckte den Landwirt nicht ab.

Er liess sich auf den Handel ein und überwies den vereinbarten Kaufpreis nebst Frachtkosten auf das angegebene polnische Konto. Die Falle hatte zugeschnappt. Als der angebliche Verkäufer noch einmal fast 2000 Euro für die Lieferung des Traktors überwiesen haben wollte, wurde der Landwirt dann doch misstrauisch. Er erstattete Anzeige bei der Polizei. Zu spät, wie sich herausstellen sollte.

Bekannte Betrugsmasche

Die Polizei teilte in der Folge mit, dass es sich um eine bekannte Betrugsmasche handelt. Bei auffallend billig angebotenen Fahrzeugen, insbesondere in Verbindung mit weiteren Ungereimtheiten, sei grösste Vorsicht geboten. Bisherigen Erfahrungen nach ist es in den genannten Fällen annähernd aussichtslos, den Kaufpreis wieder zu beschaffen, warnt die Polizei.

Die Täter gehen oft nach demselben Muster vor. Oft werden gut ausgestattete und sehr günstige Fahrzeuge im Internet angeboten. Nach Interessensbekundungen wird dem potenziellen Käufer mitgeteilt, dass sich das betreffende Fahrzeug im Ausland befände. Ausserdem wird angeboten, das Geschäft über eine Spedition abzuwickeln, die als Treuhänder fungiert. Gemäss Polizeiangaben sind in der Regel aber Fahrzeug als auch Verkäufer und Treuhänder nicht existent.

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