15.11.2019 09:40
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Klima
Landwirtschaft ist aktiv
An der 5. AgroCleanTech-Tagung haben Referentinnen und Referenten über den aktuellen Stand von landwirtschaftlichen Klimaschutzmassnahmen gesprochen und aufgezeigt, was diese für die künftige Landwirtschaft bedeuten.

Auch die Landwirtschaft solle und wolle einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten, heisst es in der Mitteilung von AgroCleanTech. Gemäss der Klimastrategie des Bundesamtes für Landwirtschaft gilt es, eine halbe Million Tonnen CO2-Äquivalente durch das Umsetzen von Massnahmen zu reduzieren.

Fabienne Thomas vom Schweizer Bauernverband begrüsst das Pariser Abkommen für mehr Klimaschutz, denn die Bäuerinnen und Bauern seien von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen. Es seien Rahmenbedingungen nötig, die Klimaschutzmassnahmen in der landwirtschaftlichen Praxis unterstützten. Wichtig sei, dass die Ernährungssicherheit aufgrund des Klimaschutzes nicht gefährdet werde, so Thomas laut Mitteilung.

Ein wesentlicher Aspekt zur Erreichung der Klimaziele sei die tierische Produktion, heisst es in der Mitteilung weiter. Deshalb setzt das BLW unter anderem bei der Stärkung der Schweizer Tierzucht an. Die Zucht auf Milch- und Fleischleistung ist nicht mehr ausreichend: Es sollen nur noch Zuchtprogramme unterstützt werden, die Qualität, Umwelt, Effizienz, Tiergesundheit und Tierwohl berücksichtigen.

Die Landwirtschaft setzt auch bereits um und arbeitet an Lösungen, wie laufende Initiativen zeigen. Stephan Gut zeigte an der Tagung auf, dass eine nachhaltige Rationenplanung zur Reduktion der Methanemissionen in der Milchproduktion beiträgt. Eine weitere Verminderung könnte durch methan-reduzierende Futterzusätze erreicht werden. Eingereichte Programme wurden laut Mitteilung vom Bundesamt für Umwelt bisher jedoch nicht anerkannt.

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