28.01.2020 13:36
Quelle: schweizerbauer.ch - pd/blu
Unfälle
Landwirtschaft:29 Tote bei Unfällen
Im vergangenen Jahr hat die Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft (BUL) 29 tödliche Unfälle erfasst. Zwar sind das weniger Todesfälle als im Vorjahr. Gemäss BUL ist aber keine rückläufige Tendenz erkennbar.

Die BUL hat 29 tödliche Unfälle im Zusammenhang mit der Landwirtschaft aus Medien- und Polizeiberichten erhoben. Das ist zwar deutlich weniger als 2018, wo 46 tödliche Unfälle registriert wurden. Doch jeder Unfall ist einer zu viel. 

7 Tote in Zusammenhang mit Fahrzeugen

Die 29 Todesfälle von 2019 entsprechen gemäss BUL exakt dem Mittelwert der erfassten Fälle aus den Jahren 2013-2017 mit durchschnittlich 29 tödlichen Unfällen pro Jahr. «Es kann daher nicht von einer Rückläufigkeit der tödlichen Unfälle in der Landwirtschaft gesprochen werden», hebt die BUL in einem Communiqué von Dienstag fest.

Die BUL hat die Unfälle in verschiedene Kategorien unterteilt. Sechs tödliche Ereignisse ereigneten sich im Zusammenhang mit Fahrzeugen. Fünf Personen verloren ihr Leben aufgrund eines Fahrzeugsturzes mit Überschlag im Gelände oder infolge Abkommen von der Fahrbahn. Eine Person wurde vom Fahrzeug überrollt.

Stürze, Grossballen und Holzen

Beim Holzen starben vier Menschen, zwei Personen zogen sich beim Sturz von einer Leiter tödliche Verletzungen zu. Zwei Personen wurden von herunterfallenden Grossballen erschlagen, zwei Menschen erstickten wegen Güllegasen und zwei Personen wurden in einer Baugrube verschüttet. 

Sechs Personen zogen sich bei Stürzen im Gelände oder in Gebäuden tödliche Verletzungen zu. Eine Person wurde beim Entladen eines Anhängers von der Ladung erdrückt.

Auch Drittpersonen und Kinder betroffen 

Im Zusammenhang mit landwirtschaftlichen Ereignissen haben zwei Drittpersonen ihr Leben verloren. Die Gründe waren eine Kollision mit Tieren auf der Fahrbahn sowie die Kollision eines Motorrades mit einem landwirtschaftlichen Fahrzeug. Verzeichnet wurden auch zwei tödliche Kinderunfälle infolge Ertrinkens sowie einer Kollision im Strassenverkehr. 

Weil für landwirtschaftliche Unfälle keine Meldepflicht besteht, können keine statistisch verlässlichen Aussagen gemacht werden. «Ein Vergleich der eingegangenen Meldungen des vergangenen Jahrs mit den Vorjahren zeigt jedoch keine rückläufige Tendenz», schreibt die BUL.

Präventionsschwerpunkt Sicherheitsgurt

Eine Arbeitsgruppe der Landwirtschaftskammer des SBV lanciert im Januar 2020 in Zusammenarbeit mit der BUL die Sensibilisierungs-Kampagne «Schon geschnallt?». Mit konsequenten Tragen der Sicherheitsgurte auf landwirtschaftlichen Fahrzeugen soll die Anzahl der tödlichen Unfälle bei Fahrzeugstürzen verringert werden. 

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