6.08.2020 07:34
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Gesundheit
Maskenpflicht hat geringen Effekt
Die Maskentragpflicht im öffentlichen Verkehr und die Quarantäne für Einreisende aus Risikogebieten haben kaum einen Einfluss auf die Covid-19-Fallzahlen. Zu diesem Schluss kommt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz in seinem am Mittwoch veröffentlichen Monitoringbericht zum Juli.

Der Einfluss der eingeführten Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr und die Quarantäne für Einreisende aus Staaten oder Gebieten mit erhöhtem Ansteckungsrisiko schienen «keinen oder nur einen kleinen Effekt» auf den Anstieg zu haben, heisst es im Vollzugsmonitoring Covid-19. Der Bericht bezieht sich auf den Zeitraum vom 4. bis 29. Juli.

In der Schweiz gilt seit dem 6. Juli eine Maskentragpflicht im öffentlichen Verkehr. Seitdem müssen Reisende zudem für zehn Tage in Quarantäne, wenn sie aus gewissen Gebieten in die Schweiz einreisen. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) führt eine entsprechende Liste, die regelmässig angepasst wird.

In der Schweiz lag Anfang Juli die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen pro Tag bei gegen hundert Personen. Bis Ende Monat stieg die Zahl teils auf über zweihundert Neuinfektionen.

Der Anstieg der Fallzahlen geht gemäss dem Monitoringbericht hauptsächlich auf Veranstaltungen mit einer hohen Anzahl teilnehmender Personen zurück. Dazu zählten Discotheken, Bars, Schul- und Kindergartenveranstaltungen. Die Behörden wissen den Angaben zufolge allerdings oft nicht, wo genau sich Leute angesteckt haben. Es zeige sich im Contact-Tracing, dass trotz intensiver Befragung die Infektionsquelle oft nicht ermittelt werden könne, heisst es im Monitoringbericht.

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